Tel: (02501) 9288 320

Wir beraten Sie gern!

Wir sind für Sie da

Montag bis Samstag geöffnet

Versandkostenfrei

Innerhalb Deutschlands ab 50 €

Warenkorb
Warenkorb
Ihr Warenkorb ist leer.

Sie haben keine Artikel im Warenkorb.

Zwischensumme
0,00 €

Willkommen in unserem neu gestalteten Online-Shop! Haben Sie Anmerkungen, Fragen oder technische Schwierigkeiten? Schreiben Sie uns gern an info@schachversand.de.

Zur bisherigen Oberfläche geht es hier entlang.

Art.-Nr.: LXEINEAS

Entscheidungsfindung am Schachbrett

160 Seiten, kartoniert, Gambit, 1. Auflage 2005.

12,95 €
inkl. 7% MwSt., zzgl. Versandkosten

Schach ist ein Spiel der Entscheidungen. Genauso wie man sich entscheiden muss, welchen Zug man spielt und welchen Plan man verfolgt, müssen Spieler auch praktische Entscheidungen fällen - wie sie ihre Zeit einteilen und ob sie eher ihrer Intuition folgen, oder jede Variante bis zum Ende durchrechnen.

Dies ist das erste Buch, das sich mit diesem grundlegenden Gebiet des Schachkampfes beschäftigt. Wereslaw Eingorn stützt sich auf seine enorme Erfahrung, um dem Leser einen Leitfaden zu geben, wie man die verschiedenen Stellungsfaktoren abwägt und sich für die beste Fortsetzung entscheidet. Er untersucht viele praktische Beispiele, erklärt, wie die kritischen Entscheidungen gefällt wurden und überprüft, ob sie korrekt waren. Der Leser begleitet Eingorn auf seiner Entdeckungsreise und wird dabei sowohl ein größeres Verständnis für die Entscheidungsfindung erlangen, als auch ein besseres Gefühl für den harmonischen Gebrauch von Intuition und Kalkulation entwickeln.

Themen, die in diesem Buch behandelt werden:

  • Individualität und Stil

  • Taktische Komplikationen

  • Aktive Verteidigung

  • Ein Gespür für Gefahr

  • Inkorrektes Spiel

  • Einfache Stellungen

  • Auf der Suche nach einer Idee

  • Ideenaustausch

Details
Sprache Deutsch
Autor Eingorn, Wjatscheslaw
Verlag Gambit
Auflage 1.
Medium Buch
Gewicht 300 g
Breite 14,4 cm
Höhe 20,9 cm
Seiten 160
ISBN-10 1904600239
ISBN-13 9781904600237
Erscheinungsjahr 2005
Einband kartoniert
Inhalte

004 Zeichenerklärung

005 1 Individualität und Stil

020 2 Taktische Komplikationen

039 3 Aktive Verteidigung

056 4 Das Gefühl für Gefahr

072 5 Inkorrektes Spiel

090 6 Einfache Stellungen

107 7 Auf der Suche nach einer Idee

122 8 Ideenaustausch

140 9 Analysieren Sie!

159 Spielerverzeichnis

260 Eröffnungsverzeichnis

Als ich dieses Buch, das 2003 im englischen Original unter dem Titel "Decision - Making at the Chessboard" erschien und nun in deutscher Übersetzung von Bettina Trabert vorliegt, zu lesen begann, er­ging es mir ähnlich, wie ich bald da­rauf in der Besprechung von Helmut Conrady (Rochade 11/2005/S. 82) nachlesen konnte. Ein wirklich kla­rer roter Faden zum Buchthema "Entscheidungsfindung" fehlte mir. Da ist mir z.B. das rund 50-seitige Kapitel "Entscheidungen treffen" in John Nunns Buch "Schachgeheim­nisse - Ein Kursus zum Selbstunter­richt (Olms 2005) hilfreicher, in dem klar strukturiert Themen und Tipps wie Analysenbäume, Bewer­tungsfunktionen, Analysiere nicht unnötige Verwicklungen, Sicher­heitsnetze bei Analysen usw. auf eingängige Weise besprochen wer­den, um nur ein alternatives Werk zu nennen.

Dennoch habe ich gerne in Eingorns Buch gelesen. Denn zum einen liegt eine interessante und ausführlich kommentierte Partiensammlung vor, die zudem fast 80 Partien bzw. Par­tiefragmente des Autors enthält (das entspricht etwa zwei Drittel aller Partien), der ja nicht zu Unrecht als erfahrener Großmeister bezeichnet wird und vor allem in den Achtziger Jahren mehrfach beim Sowjetischen Meisterschaftsturnier mitspielte und dabei, wenn ich mich recht erinnere, einmal nur einen halben Punkt hin­ter dem Sieger Waganjan zurück­blieb. Auch manch kritischer Blick auf historische Partien oder be­stimmte Eröffnungsvarianten ist zu entdecken.

Zum anderen ist da ein Wesenszug dem Werk zu eigen, der schwer zu beschreiben ist, aber seinen eigenen Reiz hat. Wie sind wir doch manch­mal gewohnt, Schach als streng logi­sches Spiel aufzufassen, das durch

Fehler und gute Züge entschieden wird, nicht durch Zufall. Aber es wird noch immer weitgehend von Menschen gespielt, die bestimmten Umständen und Ansprüchen unter­liegen, die mal mehr oder weniger gesund, konzentriert oder motiviert sind. Dieser Einfluss wird wohl bis­weilen unterschätzt. Vielleicht weil Partiekommentare, die erst nach der Partie entstanden und daher meist anders ausfallen als beim Zeitpunkt der tatsächlichen Entscheidungsfindung, unser Bild von einer Schach­partie prägen. Wie wohl geplant bis zum letzten doch alles war. Viel­leicht war aber doch etwas "Glück" dabei, vielleicht das richtige Gefühl, am Ende wird in der Angriffsstel­lung schon etwas gehen usw. Dass da ein erfahrener Großmeister schreibt, dass man es schon in eher einfachen Stellungen selten schafft, alles wirklich hundertprozentig ge­nau berechnen zu können und dass daher schon die Verschärfung des Spiels an sich eine strategische Ent­scheidung darstellt und das Resultat einer Partie dann durchaus auch vom "Glück" abhängt, von zufällig auftauchenden Angriffs- oder Vertei­digungsressourcen (S.20), das ist nicht alltäglich und vielleicht ein wertvolles Gegengewicht zu unserer bisweilen sehr schematischen Auf­fassung vom Schachspiel.

Damit ist freilich nicht gesagt, dass Eingorn nicht objektiv analysiert oder auf Variantenbelege verzichtet. Keineswegs! Aber er relativiert im­mer wieder mal den Grad der objek­tiven Machbarkeit. Schach ist eben auch Kampf, und ein Kampf zwi­schen verschiedenen Individuen und Spielstilen. Eben deshalb lässt sich das Thema Entscheidungsfindung auch nicht wirklich vollständig er­fassen, eher kann man sich ihm in praktischen Beispielen nur mehr oder weniger annähern, was Eingorn versucht. Auf den Untertitel "ein er­fahrener Großmeister ergründet das Geheimnis des Denkprozesses" hät­te man daher jedoch verzichten sol­len. Misst man das Buch nun nicht nur an den hochtrabenden Buchti­teln, so hat es jedenfalls unbestreit­bar auch seine lesenswerten Reize und Starken.

Helmut Riedl, Rochade Europa 2/2006

____________________________

Der ukrainische GM Wjatcheslaw Eingorn verfügt über reichhaltige Erfahrungen im Kampf gegen stärkste Gegnerschaft, so in der da­maligen 1. Liga der UdSSR-Meis­terschaft (in den 1980er-Jahren), in den Teamwettbewerben der ukraini­schen Mannschaft, und in der deut­schen Bundesliga. Im Jahre 2003 hat er sein erstes Schachbuch "Decision-Making at the Chessboard" beim Londoner Gambit-Verlag herausge­bracht, welches nunmehr von WGM Bettina Trabert ins Deutsche übersetzt wurde. Die Zug-Entscheidun­gen, welche ein Spieler während der praktischen Partie laufend treffen muss, beruhen auf komplexen Ab­wägungsprozessen und sind nicht nur von den objektiven Gegebenhei­ten auf dem Brett abhängig, sondern auch vom individuellen Stil und ge­legentlich von äußeren Faktoren wie beispielsweise Zeitnot. Zudem stellt sich oft die Frage: Soll man konkre­te Varianten berechnen oder mehr seiner Intuition vertrauen und sich von allgemeinen Prinzipien leiten lassen? Diese und viele andere Im­plikationen behandelt Eingorn in den folgenden Kapiteln:

1) Individualität und Stil: Anhand ausgewählter Partien von Aljechin, Petrosjan, Bronstein, Lasker u.a. macht der Autor deutlich, wie die je­weilige Spielauffassung und die un­terschiedlichen Charaktere der Pro­tagonisten die Entscheidungsfindung beeinflussen (S. 5-19 mit vier voll­ständigen Partien und vier Partie­fragmenten).

2) Taktische Komplikationen: Hier diskutiert Eingorn die alte Frage nach dem Verhältnis von Strategie und Taktik und kommt u.a. zu der Erkenntnis, dass beim taktischen Geplänkel oftmals Stellungszufälle und Glück eine entscheidende Rolle spielen (S. 20-38, mit sieben Partien und einem Partie-Ausschnitt).

3) Aktive Verteidigung: In schlech­terer Stellung kann man sich passiv verteidigen (was kaum jemand be­vorzugt) oder aktiv dagegen halten (was zwar häufig geschieht, aber dennoch keinerlei Erfolgsgarantie birgt) (S. 39-55, mit vier Partien und vier Teil-Partien).

4) Das Gefühl für Gefahr: Dieses entwickelt sich mit zunehmender Er­fahrung und ist nur indirekt zu beur­teilen: "Es ist schlecht, wenn es ent­weder zu oft oder überhaupt nicht auftritt" (Zitat S. 71). Ein gesundes Gespür kompensiert bis zu einem gewissen Grad die natürliche Be­grenztheit des Denkens und Vorausberechnens. (S. 56-71. mit sechs Partien und drei Partiefragmenten).

5) Inkorrektes Spiel: Hiermit sind sowohl einzelne fehlerhafte Züge als auch verfehlte Pläne gemeint; letzte­re treten oft in Endspielen auf. Feh­ler sind unausrottbar, und am besten ist es, aus gemachten Fehlem zu ler­nen (S. 72-89, mit sieben Partien und drei Teilpartien).

6) Einfache Stellungen: Eingorn ver­steht darunter Positionen, bei denen das strategische Hauptthema klar zu erkennen ist, z. B. Isolani-Bauer, ty­pische Bauernketten. Auch hier lie­ßen sich keine vorgefertigten Rezep­te der Stellungsbehandlung anwen­den (S. 90-106, mit sechs Partien und drei Partiefragmenten).

7) Auf der Suche nach einer Idee: Motivation und Phantasie sind im­mer gefragt, vor allem in zugespitz­ten Situationen. Hier analysiert der Autor vornehmlich unklare End­spielstellungen in einer vollständi­gen Partie und neun Teil-Partien (S. 107-121).

8) Ideenaustausch: Berühmte Vorbil­der kann man durchaus in eigenen Partien "imitieren", z.B. das Vertei­digungsmanöver Laskers in der vier­ten WM-Partie gegen Tarrasch 1908 mit ...Te5 und ...Tc5, oder Aljechins Damenrückzug ...De7-d8 aus seiner Partie gegen Tarrasch, Baden-Baden 1925, u.v.a.m. Es muss nur geprüft werden, ob die jeweilige Idee auch genau zur Stellung passt. Jedenfalls haben Schachideen einen universellen Charakter und können früher oder später genutzt werden, meint der Autor (S. 122-139, mit fünf Partien und 10 Partie-Aus­schnitten).

9) Im Schlusskapitel stellt Eingorn 18 Spielpositionen aus der Meister­praxis vor und fordert den Leser auf: "Analysieren Sie!" Dabei gibt es keine vorgegebenen Themen, keine Tipps und keine klaren und sauberen Antworten. Der Leser soll die Stel­lungen beurteilen und mögliche Fortsetzungen untersuchen (Dia­gramme S. 140-143, Analysen S. 144-158).

Eingorn bringt insgesamt 95 Bei­spiele (40 vollständige Partien und 55 Partiefragmente), wovon er 77 selbst gespielt hat. Seine Analysen wirken kompetent und (selbst)kri­tisch, dabei ziemlich ausführlich und sorgfältig in Szene gesetzt. Jeder Le­ser, der sich eingehend damit befasst, wird vieles für sich selbst pro­fitieren können; ob er tatsächlich seine eigene Entscheidungsfindung wesentlich verbessern oder gar das Geheimnis des schachlichen Denk­prozesses ergründen und nachvoll­ziehen kann (wie im Buchtitel ver­heißen), darf aber füglich bezweifelt werden - dazu ist die ganze Materie vielleicht doch zu kompliziert und vielschichtig.

Dr. W. Schweizer, Rochade Europa 1/2006

______________________________

Mit "Entscheidungsfindung am Schachbrett" legt der ukrainische GM Wjatscheslaw Eingorn sein ers­tes Schachbuch vor. Laut seinem Rückentext ist das vorliegende Werk das "erste Buch, das sich mit diesem grundlegenden Gebiet [welcher Zug/Plan soll gespielt werden, Zeit­einteilung, Variantenberechnung, Rolle der Intuition] des Schach­kampfes befasst".

Diese Aussage erscheint mir recht gewagt, könnten sich doch in jedem Strategiebuch Kapitelüberschriften wie die in Eingorns Werk finden:

  • Individualität und Stil

  • Taktische Komplikationen

  • Aktive Verteidigung

  • Das Gefühl für Gefahr

  • Inkorrektes Spiel

  • Einfache Stellungen

  • Auf der Suche nach einer Idee

  • Ideenaustausch

  • Analysieren Sie! [18 Positionen zum Selbstlösen]

Aufgrund des Titels und der Ankün­digung auf der Rückseite hätte ich eine Einleitung erwartet, die viel­leicht ähnliche Literatur berücksich­tigt oder zumindest den eigenen spe­zifischen Ansatz erläutert. Dies fin­det sich hingegen (ebenso wie ein eventuelles Schlusswort) nicht. Es geht sogleich in medias res. Kapitel für Kapitel wird dabei einzeln und eher additiv abgearbeitet. Eingorn stellt in seinem Buch eine Vielzahl von Partien vor und kom­mentiert sie in der Tat im Stile von Strategiebüchern. Er weist auf gute und schlechte Züge hin, reißt Fragen der Motivation des Spielers an oder nähert sich Eigenheiten des persönli­chen Stils. Einen Einblick in den Aufbau des Buches mag ein grober Abriss des Kapitels "Taktische Komplikationen" geben. In einer drittelseitigen Hinfuhrung geht der Autor kurz auf das Verhält­nis von Strategie und Taktik ein, wo­bei er mit der Bemerkung schließt, dass bei scharfem Spiel oft das Glück über den Ausgang der Partie entscheidet. Es folgen acht recht ausführlich kommentierte Partien von 1919 (Reti - Bogoljubov, Stock­holm) bis 1998 (Eingorn - Fochtler, Schwäbisch Gmünd). Ein kurzes Schlussstatement rundet das Kapitel ab. Der Autor merkt hier an, dass Variantenberechnungen zu Fehlern neigen können, dass man bei takti­schen Erwägungen generelle Regeln beiseite legen sollte und taktische Verwicklungen mit ihrem oft unbe­rechenbaren Ausgang ein "schwar­zes Loch" der Schachtheorie seien. Sie merken vielleicht an meiner bis­herigen Darstellung: Für den oben genannten Buchtitel fehlt mir die spezifische Herangehensweise des Autors. Die Äußerungen erscheinen oft wenig originell, bleiben zum Teil im Allgemeinen, es werden Varian­ten angeführt und oft nicht genü­gend verbal erklärt. Als kommen­tierte Partiensammlung mit histori­schen und aktuellen meist inhaltsrei­chen Begegnungen gefällt das Buch durchaus. Die Ergründung des Ge­heimnisses des Denkprozesses im Schach (Untertitel) wird aber nicht mehr oder nicht weniger geleistet als in anderen kommentierten Partien­sammlungen, wie etwa denen von John Nunn oder Igor Stohl.

Helmut Conrady, Rochade Europa 11/2005

__________________________________________________

Im Schachmarkt Nr. 2 / 2004 haben wir Ihnen 'Decision - Making at the Chessboard' von Wjatscheslaw Eingorn vorgestellt.

Der englische Gambit Verlag ist schon vor einiger Zeit dazu übergegangen, seine erfolgreichsten Bücher anschließend auch in deut­scher Sprache heraus zu bringen.

Seit kurzem liegt nun auch die von Bettina Trabert aus dem Englischen übertragene Neuerscheinung dieses Buches vor. Anhand zahlreicher Parti­en und Partiestellungen, zum großen Teil aus der eigenen Praxis, erläutert Eingorn die Gedankengänge eines Großmeisters bei der Auswahl eines Zuges. Das Buch gliedert sich in die Kapitel

1) Individualität und Stil

2) Taktische Komplikationen

3) Aktive Verteidigung

4) Das Gefühl für Gefahr

5) Inkorrektes Spiel

6) Einfache Stellungen

7) Auf der Suche nach einer Idee

8) Ideenaustausch

Das positive Fazit, das wir für die englische Ausgabe gezogen haben, gilt natürlich auch hier. Fortgeschrit­tene Schachfreunde können aus dem Studium dieses sehr gut gemachten Buches sicher Nutzen ziehen.

Schach Markt 1/2006

Entscheidungsfindung am Schachbrett

EUR

12.95