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Art.-Nr.: LMMARGDPS

Geheimnisse des positionellen Schachs

240 Seiten, kartoniert, Gambit, 1. Auflage 2004.

11,95 €
inkl. 7% MwSt., zzgl. Versandkosten

Wie erkennt man, ob eine Figur schwach oder stark ist? Oder ob ein Feld schwach oder stark ist? Dies sind die grundlegenden Fragen, denen sich der Großmeister und Trainer Drazen Marovic in diesem bedeutenden Buch widmet.

Marovic analysiert sorgfältig ausgewählte Partien und Stellungen und erklärt, wie man positive und negative Merkmale einer Stellung erkennt, und wie man die eigenen Vorteile nutzt und die gegnerischen Schwächen ausbeutet. Themen, die immer wieder auftauchen sind unter anderem "Schwächen", die sich nicht ausnutzen lassen (und daher gar keine Schwächen darstellen), die Aufgabe bestimmter Felder mit dem Ziel wichtigere Felder zu kontrollieren und materielle Opfer zur Ausnutzung größerer Schwächen.

  • Stärken und Schwächen auf Linien und Diagonalen

  • Grundreihenschwäche und anfällige zweite Reihe

  • Statische Schwäche und Angriff

  • Charakteristika der einzelnen Figuren

  • Vorposten

Drazen Marovic ist ein Großmeister aus Kroatien, der sowohl als Spieler als auch als Trainer Medaillen für verschiedene Nationalmannschaften gewonnen hat. Unter seinen Schülern befinden sich Bojan Kurajica, U-20 Weltmeister 1965 und AI Modiahki aus Katar, der erste arabische Großmeister. Marovic verfügt über einen reichen Erfahrungsschatz als Autor, Herausgeber und Fernsehkommentator im Bereich Schach. Er war als Trainer der kroatischen Nationalmannschaft tätig. Das vorliegende Buch ist das dritte Werk, das er für Gambit geschrieben hat. In seinen beiden vorherigen Büchern widmete er sich verschiedenen Aspekten der Bauernführung und beide wurden von der schachspielenden Öffentlichkeit begeistert aufgenommen.

Einführung

In diesem Buch geht es um Schachraum und Schachfiguren und die jeweiligen Stärken und Schwä­chen; ein unprätentiöses Buch über ein einfaches Thema - so einfach, dass es allgemein als eines jener Themen gilt, die einfach im Laufe der Zeit und der Spielpraxis verinnerlicht werden. Als ei­ner meiner Freunde hörte, über welches Thema ich gerade schrieb, war seine augenblickliche Re­aktion: "Warum schreibst du darüber? Jeder weiß doch, was ein schwaches Feld oder eine schwa­che Figur ist." Meine Erfahrungen im Schachtraining stehen jedoch im völligen Gegensatz dazu. Ich habe gelernt, dass die meisten Spieler auf einer unteren Ebene des Schachverständnisses den Unterschied zwischen Stärken und Schwächen nur theoretisch kennen, aber nur wenige in der Pra­xis eine klare Unterscheidung treffen. In ihren Partien wimmelt es von plumpen Fehlern, da sie die­sem Bereich während ihrer schachlichen Ausbildung nur wenig Aufmerksamkeit schenkten. Auf einer höheren Ebene der Schachhierarchie werden sich die Spieler dieses Bereiches und seiner Be­deutung natürlich immer bewusster. Aber egal wie bescheiden das Thema zu sein schien, die lange Liste von berühmten Verlierern in diesem Buch wird uns verdeutlichen, dass kein Spieler vor Fehl­einschätzungen gefeit ist. Manchmal wird eine Schwäche unbekümmert akzeptiert, in der Hoff­nung sie kompensieren zu können oder den Gegner zu überlisten, aber einmal in Kauf genommene Schwächen bleiben ein Stellungsmerkmal und können uns schließlich teuer zu stehen kommen. Häufiger kommt es allerdings vor, dass es nicht offensichtlich ist, was schwach und was stark ist und noch nicht einmal ein äußerst geschultes Schachbewusstsein erkennt es; schließlich liegt ge­nau darin die grundlegende Schwierigkeit im Schachspiel. Es ist die Absicht dieses Buches, dem Leser dieses Thema und seine Bedeutung bewusst zu machen und ihm so zu helfen, klarere Unter­scheidungen zu treffen im Verlauf der sich ständig ändernden Wertmaßstäbe, die eine Schachpartie ausmachen.

Den Leser erwarten eine ganze Reihe von aufschlussreichen Partien und Stellungen, gespielt von starken professionellen Spielern und gekennzeichnet durch ihre klaren Ideen. Bei der Auswahl des Materials für dieses Buch kam es mir insbesondere auf die Klarheit der Ideen an. Es ist daher kein Zufall, dass Sie hauptsächlich Partien berühmter Spieler finden werden. Im Vergleich mit den chaotischen Partien weniger bedeutender Spieler sind ihre Partien meiner Meinung nach durch kla­re Ideen gekennzeichnet und kommen direkt zur Sache. Um von ihrem außergewöhnlichen Erfah­rungsschatz zu lernen, sollte der Leser sich konzentrieren und aufmerksam sein.

Catalogue-text of the english edition "Secrets of Positional Chess"

How can one determine if a piece is weak or strong? Or if a square is weak or strong? These are the principal questions that grandmaster and trainer Drazen Marovic addresses in this important book. By discussing carefully-chosen games and positions, Marovic explains how to recognize good and bad features of positions, and how to make use of one's advantages and exploit the opponent's weaknesses. One repeatedly sees 'weaknesses' that are unexploitable (and therefore are not weaknesses at all), possibilities of surrendering certain squares in order to gain more important ones, and material sacrifices to exploit major weaknesses. Topics include: outposts; strength and weakness on files and diagonals; vulnerabilities on the first and second ranks; static weakness and attack; and characteristics of the pieces.

This is the first book devoted to a discussion of strength and weakness in chess. The wide range of topics discussed make it an extremely useful book for all players who are seeking to improve their understanding of chess, and thus improve their play.

For all ambitious chess-players.

Details

Sprache Deutsch
Autor Marovic, Drazen
Verlag Gambit
Auflage 1.
Medium Buch
Gewicht 460 g
Breite 17,2 cm
Höhe 24,8 cm
Seiten 240
ISBN-10 1904600131
ISBN-13 9781904600138
Erscheinungsjahr 2004
Einband kartoniert
Diagramme 400

Inhalte

004 Symbole

005 Einführung

Teil 1: Stärke und Schwäche im Raum

006 1 Schwache und starke Felder

027 2 Stärke und Schwäche auf Linien und Diagonalen

050 3 Grundreihenschwäche und anfällige zweite Reihe

063 4 Vorposten

071 5 Statische Schwäche und Angriff

Teil 2: Schachfiguren: Ihre Stärken und Schwächen

075 6 Der König

116 7 Die Dame

145 8 Der Turm

184 9 Leichtfiguren

238 Index der Spieler

240 Index der Studienkomponisten

240 Index der Eröffnungen

Vor Jahresfrist erschien die Originalausgabe des vorliegenden Buches unter dem Titel "Secrets of Positional Chess", gleichfalls bei Gambit Publications ediert. Offenbar ist man jenseits des Ärmelkanals zur Einsicht gelangt, dass der hiesige Schachbüchermarkt nach wie vor aufnahmebereit für Literatur mit Qualitätsanspruch ist, so dass man sich zu einer deutschsprachigen Ausgabe entschlossen hat. Selbst wenn der eine oder andere Spötter nun einwenden mag, die Herausgeber hätten mit ihrem neuen Buch den mutmaßlich defizitären Englischkenntnissen des deutschen Durchschnittsschächers Rechnung tragen wollen, so bleibt dieser Entschluss gleichwohl zu begrüßen. Den Autor kennen Sie wahrscheinlich: Drazen Marovic, Teilnehmer an der Internationalen Deutschen Einzelmeisterschaft 1973, ist kroatischer Großmeister, der als Spieler sowie als Trainer bereits in verschiedenen Nationalmannschaften tätig war. Unter seinen Schülern befinden sich u.a. Bojan Kurajica, U20-Weltmeister 1965 und auch AI Modiahki, der erste arabische Großmeister der Neuzeit. Das Buch thematisiert das Kräfteverhältnis auf dem Schachbrett, explizit geht es um "Stärke und Schwäche im Raum" (Teil 1) sowie "Stärken und Schwächen der Schachfiguren" (Teil 2). Während letzterer Part keiner näheren Erläuterung bedarf, werden im ersten Teil u.a. starke und schwache Felder, Stärken und Schwächen von Linien und Diagonalen, Vorposten, Grundreihenschwächen und statische Schwächen angesprochen ausführlich erläutert.

Alles dies findet sich eingebettet in zahlreichen diagrammgesteuerten Partiestellungen, die nicht nur dem Turniergeschehen der letzten Jahre entstammen, sondern auch älteres Material zugrunde legen. Natürlich schöpft der Autor bei der Auswahl der Partien aus der gängigen Meisterpraxis und vernachlässigt dabei die Produkte von Spielern mittlerer und unterer Weihen - im Grunde eine Selbstverständlichkeit, so dass der Herr Großmeister sich die folgende, nicht ganz unarrogante Bemerkung hätte sparen können: "Es ist daher kein Zufall, dass Sie hauptsächlich Partien berühmter Spieler finden werden. Im Vergleich mit den chaotischen Partien weniger bedeutender Spieler sind ihre Partien meiner Meinung nach durch klare Ideen gekennzeichnet und kommen direkt zur Sache."

Dies grenzt fast schon an Publikumsbeschimpfung bzw. Geschäftsschädigung, gehören doch die erwähnten Produzenten von schachlichem Chaos zur mutmaßlichen Käuferschicht unseres Buches (DWZ etwa 1850-2200). Sieht man von Bagatellen wie dieser (dazu gehört übrigens auch die vollständige Abwesenheit eines Literaturverzeichnisses) einmal ab, so bleibt unter dem Strich ein moderner, anspruchvoller und auch ansprechender Lehrgang eines kompetenten Schachkenners übrig - und das ist eine ganze Menge.

E. Carl, Rochade Europa 09/2004

Rezensionen der englischen Ausgabe "Secrets of Positional Chess"

Der kroatische GM und Trainer Drazen Marovic hat mit Secrets of Positional Chess ein Buch geschrieben, dass ich den meisten Spielern ans Herz legen möchte. Bedenkt man, wieviel Mühe und Arbeit Spieler, die dem Anfängerstadium entwachsen sind, in ihr Eröffnungsrepertoire stecken, so ist die Vielfalt und Häufigkeit der in der Turnierpraxis anzutreffenden Fehler strategischer Natur nicht weiter verwunderlich. Gerade die Schachfreunde, die auf diesem Gebiet ihre Schwächen haben (und das sind die allermeisten), werden sehr von dem hier vorgestellten Buch profitieren. GM Marovic gliedert sein Buch in zwei Hauptteile "Strength and Weakness in Space" sowie "Chess Pieces: Their Strength and Weknesses". Jeder Teil wiederum hat 5 bzw. 4 Unterkapitel. In diesen insgesamt 9 Kapiteln wird jeweils ein Thema zunächst in einer Einleitung gründlich erklärt und danach mit vielen Beispielpartien erläutert. Die Erläuterungen zu den Partien beziehen sich dabei vor allem auf das gerade behandelte Thema, hin und wieder wird auch schon einmal eine Partie mittendrin unterbrochen, nachdem der Autor uns gezeigt hat, was wir denn sehen und lernen sollten. Allein durch das Nachspielen der Partien wird sich das Stellungsgefühl und Positionsverständnis des Lesers beträchtlich erhöhen. Außerdem bekommt er "gratis" noch viele typische Manöver und Ideen mitgeliefert. Man könnte das Buch noch kapitelweise um ein paar Teststellungen erweitern, die der Leser dann selber lösen müsste. Ansonsten fällt mir nicht viel Kritisierenswertes an den Secrets of Positional ein. Die Themen werden verständlich und unterhaltsam behandelt, das Buch ist auch durch den Umfang und das größere Format seinen Preis sicher wert.

Thomas Schian, Rochade Europa 08/2003 Der englische Verlag Gambit Publications hat seine Reihe hochwertiger Lehrbücher erneut um ein überzeugendes Werk erweitern können. Nach seinen beiden schönen Büchern "Understanding Pawn Play in Chess" und "Dynamic Pawn Play in Chess", in denen Drazen Marovic ausführlich das Thema Bauernspiel untersuchte, hat der kroatische GM und langjährige Trainer jetzt "Secrets of Positional Chess" herausgebracht.

Dieses Thema ist natürlich ein weites Feld, wir wollen daher etwas genauer darauf eingehen, mit welchen Aspekten sich Marovic in diesem beschäftigt.

Grundthema ist die Untersuchung von Stärken und Schwächen von Feldern und Figuren. Entsprechend gliedert sich das Buch in zwei Blöcke.

Der erste Teil beschäftigt sich mit "räumlichen" Stärken und Schwächen. In fünf Kapiteln geht es hier um schwache und starke Felder, Stärken und Schwächen auf Linien und Diagonalen, Schwächen auf der ersten und zweiten Reihe, Vorposten und statische Schwächen und Angriff.

Der zweite Teil ist mit rund 150 Seiten etwa doppelt so groß wie der erste und beschäftigt sich mit den Figuren: in vier Kapiteln werden nacheinander die Stärken und Schwächen von folgenden Figuren untersucht:

König (als Angriffsziel und als aktive Figur im Mittel- und Endspiel)

Dame (z.B. enorme Beweglichkeit, aber schwach als Blockadeur)

Turm (viele Endspiele, Mittelspielthemen sind z.B. halboffene Linien und Reihen, Qualitätsopfer und Turmschwenks)

Leichtfiguren (Vor- und Nachteile werden vor allem an interessanten Endspielen gezeigt, weitere Themen sind Läufer- und Springerpaare und die Verbesserung der Stellung der Leichtfiguren)

Über die Bauern hat der Autor wie gesagt bereits zwei schöne Arbeiten vorgelegt.

Der Autor untersucht in diesem Buch sehr ausführlich über 300 lehrreiche Beispiele, der Bogen reicht von wichtigen Klassikern von Aljechin & Co bis hin zu vielen Partien aktueller Spitzenspieler wie Kasparow und Kramnik.

Generell lässt sich sagen, dass diese Partien fast ausnahmslos von Spitzenspielern stammen. Zwar sind auch ganze Partien enthalten, in der Regel setzt die Untersuchung aber in einer Mittel- oder Endspielstellung ein und erörtert dann den weiteren Verlauf, oft sind es über 20-30 Züge.

Ist dann ein klarer Vorteil erreicht wird die Analyse meistens abgebrochen, ein gewisses technisches Können wird beim Leser also vorausgesetzt.

Noch einige Bemerkungen zum Schluss. Das Buch hat mit 17x24,5 cm ein großes Format, seine 224 Seiten sind doppelspaltig und recht eng bedruckt, und bei den Diagrammen hat man sich meistens mit der Ausgangsstellung begnügt.

Kurz gesagt: Es wurde kein Platz vergeudet sondern möglichst viel Material in das Buch integriert.

Es versteht sich, dass man am meisten von diesem Buch profitieren wird, wenn man bereit ist, einige Zeit und Mühe zu investieren.

Es empfiehlt sich zum Beispiel, alles am Brett oder vielleicht noch besser am Computer nachzuspielen.

So kann man den Partieverlauf studieren und überprüfen, ob man den in der Abbruchstellung erlangten Vorteil auszunutzen vermag, aber auch ein Blick in eine große Datenbank lohnt sich, um die tatsächliche Verwertung in der Partie zu betrachten.

"Secrets of Positional Chess" ist jedem ambitionierten Schachfreund mit zumindest grundlegenden Englischkenntnissen sehr zu empfehlen.

Schachmarkt 4/2003 Das Buch ist jedem strebsamen Schachspieler zu empfehlen, der sich in die Richtung Schachstrategie bilden möchte. Hauptthema ist die Untersuchung von Stärken und Schwächen von Feldern und Figuren. Auf der Basis von über 300 lehrreichen Beispielen aus der alten und der modernen Turnierpraxis zeigt der Autor die Problematik dieser Themen. Das Buch ist praktisch für Spieler aller Klassen geeignet. Auch für Schachtrainer ist diese Arbeit sehr zu empfehlen.

J. Konikowski, Fernschach International 06/2003 Der kroatische GM Drazen Marovic hat sich über die Jahre eine große Reputation erworben als Medaillengewinner bei Schacholympiaden, Fernsehkommentator, Herausgeber und Autor von Schachbüchern über die Kunst der Bauernführung. Sein neuestes Werk handelt vom Positionsspiel und nimmt als Zielgruppe lernbegierige Amateure ins Visier. Marovic präsentiert in zwei Hauptabschnitten mit zusammen neun Kapiteln anhand von sechs vollständigen Partien, 303 Partiefragmenten (allesamt aus der Turnierpraxis erstklassiger Meister und Titelträger des 19. und 20. Jahrhunderts entnommen) und zwölf Endspielstudien die Implikationen des positionellen Schachs in Bezug auf Stärken und Schwächen der Stellung und der Figuren sowie deren Ausnützung und Handhabung. Die Beispiele hat er sorgfältig ausgewählt, um das jeweilige Thema möglichst anschaulich darzustellen; er hat sie mehr oder weniger gründlich analysiert und kommentiert, und er spart nicht mit allgemeinen Hinweisen und Erfahrungsregeln. Den Stoff hat er wie folgt eing eteilt:

1. Teil: Stärken und Schwächen im Raum:

1) Schwache und starke Felder, etwa d4 und e5 in Königsindisch, Benoni und Französisch, d5 im Sizilianer, f5 in der Spanischen Eröffnung, sowie d4/d5 beim isolierten d-Bauern (S. 6-26 mit 24 Beispielen).

2) Stärken und Schwächen auf Linien und Diagonalen (S. 27-47 mit 30 Beispielen).

3) Schwäche der 1./8. und 2/7. Reihe (S. 48-59 mit 20 Beispielen).

4) Vorposten, vor allem deren Besetzung durch Springer, aber auch durch Läufer und (seltener) durch Türme (S. 60-67 mit acht Beispielen).

5) Statische Schwäche und Angriff, d.h. positionelle Schwächen im eigenen Lager können durch einen kraftvollen Königsangriff negligiert werden (S. 68-71 mit fünf Beispielen).

2. Teil: Stärken und Schwächen der Schachfiguren:

6) König: wird in Eröffnung und Mittelspiel gerne versteckt, anfällig gegen Attacken bei Verbleiben in der Mitte, Ausnahmefälle dazu (z.B. der aktive König in der Anfangsphase, propagiert von Steinitz), starker Kombattant im Endspiel (S. 72-109 mit 54 Beispielen).

7) Dame: liebt das offene Feld und lange Schwenks von einem Flügel zum ändern, schwächelt in blockierten Stellungen, kann bei unüberlegtem Bauernraub im gegnerischen Lager mitunter gefangen und erobert werden (S. 110-136 mit 44 Beispielen).

8) Turm: Stärke auf der 7./2. Reihe, Verhalten im Endspiel (Aufstellung in bezug auf Freibauern, Abschneiden des gegnerischen Königs und Kooperation mit dem eigenen), Qualitätsopfer im Mittelspiel zu positioneilen Zwecken, Angriff über die 3./6.Reihe' ("Rook-lift" ), Zentralisierung S. 137-171 mit 56 Beispielen).

9) Leichtfiguren: Läufer kann auf beiden Flügeln operieren, ist aber auf eine Felderfarbe beschränkt; ungleiche Läufer im Mittel- und Endspiel; Springer eignet sich gut als Blockadefigur und liebt oft geschlossene Stellungen; Kämpfe von Läuferpaar gegen Springerpaar; Läufer gegen Springer im Endspiel; Verbesserung der Aufstellung der Leichtfiguren (S. 172-221 mit 80 Beispielen).

Der Autor erliegt mitnichten der Gefahr unzulässiger Vereinfachung, sondern weist den Leser bei jeder sich bietenden Gelegenheit auf Besonderheiten individueller Stellungen hin, welche allgemeine Merkregeln außer Kraft setzen können, wobei in erster Linie natürlich die Spezifika der jeweiligen Bauernstruktur und ihre Veränderungen im Partieverlauf gemeint sind. Überall im Text wird die große Erfahrung des Verfassers als Schachtrainer spürbar, und der Lernende kann sich dessen wohlfundierten Kenntnissen

und Erkenntnissen über das Positionsspiel vorbehaltlos anschließen - vorausgesetzt, er hat sein Schul-Englisch noch nicht vergessen. Ein Beispiel aus Kapitel 6 verdeutlicht die Gefahren für einen in der Mitte stecken gebliebenen König: Leko - Bakhtadze, U16-Turnier Las Palmas 1995, Caro-Kann:1.e4 c6 2.d4 d5 3. Sc3 d:e4 4.S:e4 Sd7 5.Sg5 Sgf6 6.Ld3 e6 7.S1f3 h6? 8.S:e6! De7 9.0-0 f:e6 10.Lg6+ Kd8 11.c4 Dd6 12.De2 Dc7 13.Td1 Ld6 14.Sce5! Tf8 15.Lf4 L:e5? 16.d:e5 Sg8 17. Lg3 Db6 18.Dg4 c5 19.Td6 D:b2 20. Tad1 Kc7 21.D:e6 Sdf6 22. Td7+! 1:0 (S. 84, dort mit Anmerkungen)

Dr. W. Schweizer, Rochade Europa 11/2003 "Alter Wein in neuen Schläuchen", so titelte der Rochade-Kuppenheim-Rezensent Peter Oppitz, und dem ist kaum etwas hinzuzufügen. Ich wundere mich nur, dass der Gambit Verlag sich nicht selbst zu große Konkurrenz macht mit der Vielzahl ähnlicher Titel.

Beide Bücher enthalten solides, bewährtes Material zur Schachstrategie - gut produziert, aber wenig revolutionär. Stoff, der im Grunde genommen seit langem bekannt ist, aber wohl auch noch den nächsten Generationen gelehrt werden wird.

Empfehlenswert im Spielstärkebereich von DWZ 1600-1900, sofern noch nicht genug Ähnliches im Schrank steht; für den fortgeschrittenen Leser verzichtbar.

Harald Keilhack

Der englische Verlag Gambit ist in den letzten Jahren dazu übergegangen, seine erfolgreichsten Bücher auch in deutscher Sprache zu veröffentlichen. Im Schachmarkt Nr. 4/2003 haben wir Ihnen "Secrets of Positional Chess" von Drazen Marovic vorgestellt. Seit kurzem liegt nun die deutsche Übersetzung vor.

Das überaus positive Fazit, das wir für die englische Ausgabe gezogen haben, gilt natürlich im deutschsprachigen Raum erst recht für diese Neuerscheinung. Das ausgezeichnete Lehrbuch ist allen fortgeschrittenen Schachfreunden sehr zu empfehlen. Um jetzt nicht unsere Besprechung aus Nr. 4/2003 zu wiederholen, beschränken wir uns auf eine kurze Inhaltsangabe.

Das Buch enthält über 300 Beispiele, die meist nicht vom ersten bis zum letzten Zug angegeben sind. Die Untersuchung beginnt in der Regel mit einer Mittel- oder Endspielstellung, die durch ein Diagramm gegeben ist. Danach folgt eine ausführliche Erklärung und schließlich endet die Analyse oft mit einer Bemerkung wie etwa "Schwarz ist überspielt".

Im ersten Teil (bis Seite 74) geht es um starke und schwache Felder, um Stärken und Schwächen auf Linien und Diagonalen, um Schwächen auf der Grundreihe und der zweiten Reihe, um Vorposten und um den Zusammenhang zwischen statischen Schwächen und Angriff.

Der zweite Teil ist mehr als doppelt so umfangreich und beschäftigt sich in vier Unterabschnitten mit Stärken und Schwächen von König, Dame, Türmen und Leichtfiguren.

Schachmarkt 04/2004

"Ich habe gelernt, dass die meisten Spieler auf einer unteren Ebene des Schachverständnisses den Unterschied zwischen Stärken und Schwächen nur theoretisch kennen, aber nur wenige in der Praxis eine klare Unterscheidung treffen. In ihren Partien wimmelt es von plumpen Feh­lern [...]."

Er schreibt sehr direkt, der 66-jährige kroatische GM Drazen Marovic. Erfahren im Trainergeschäft, kann er sich das erlauben: In wenigen Jahren wurde er einer der erfolgreichsten Autoren bei Gambit/London. Das hier ist sein drittes Lehrbuch, die ersten beiden behandeln die Bauernführung (s. RE 3/2003, S.101), und Nummer 4 ist gerade erschienen (Secrets of Chess Transformations; s. RE 10/2004, S.56).

Jeder englischen Ausgabe folgte bald eine deutsche, so auch jetzt. Das großformatige Paperback wendet sich an den ehrgeizigen Vereinsspieler, der seinen positionellen Blick schärfen will.

Marovic hat den Lehrstoff zweigeteilt: Teil 1 behandelt auf 70 Seiten starke und schwache Felder allgemein, starke und schwache Linien und Diagonalen. Weitere Themen sind die schwache Grundreihe, die anfällige zweite Reihe und der Vorposten.

Teil 2 ist mit 163 Seiten deutlich umfangreicher. Mit dem König beginnend ("Bedrohte Art"), diskutiert der Autor Stärken und Schwächen der Figuren. Drazen Marovic unterrichtet wortreich am Beispiel von Diagrammen, denen er längere kommentierte Partieausschnitte folgen lässt; gelegentlich zeigt er auch Studien und ganze Partien. Seine Beispiele sind meist gut gewählt, originell sind sie nicht immer: Der Leser begegnet auch Stellungen, die früher schon von anderen Autoren diskutiert wurden - mich störte diese Art von Redundanz wenig. Zwar wurden einige Partien nach 2000 gespielt (die englische Ausgabe erschien 2003), der Autor bringt aber meist älteres Material. Auch sollte der Kaufinteressent wissen, dass Marovic Stärken und Schwächen der einzelnen Figurenarten gern an ausgedünnten Stellungen erklärt: Die ersten 20 Beispiele aus dem Kapitel "Turm" sind mehr Turm-Endspiele als Mittelspiele. Dann vermischt sich positionelles Schach (vgl. Buchtitel) mit taktischem, das gilt auch für alle anderen Kapitel. Überhaupt werden quer durch das Buch viele Diagramme gezeigt, die konkretes Rechnen genauso erfordern wie positionelles Abwägen.

Hier eine Leseprobe zum Stil, wie Marovic schreibt (und Marc Becker übersetzte) - es geht um Stärken und Schwächen der Türme (Andersson -Torre, Biel 1977): Weiß zieht

Marovic: "Als großer Endspielkenner pflegte der schwedische Großmeister stur bis zum blanken König weiterzuspielen. Manchmal übertrieb er es. Anstatt durch 34.Tc3 oder 34.h5, zum Beispiel, das Remis zu akzeptieren, meinte er, selbst aus dieser trockenen Stellung eine halbe Chance herauszupressen; Ulf war zufrieden, wenn er nach einer Viertelchance Ausschau halten konnte. So spielte er 34... und wurde konfrontiert mit 34.. 0:1. Nach 35.... wäre sein Turm mausetot."

Besonders instruktiv ist dem Autor das Kapitel "Leichtfiguren" gelungen (54 Seiten). ..

Das Buch enthält keine Aufgaben. Wer sich testen will, kann das trotzdem reichlich tun dank der simplen Buchstaben W oder S neben jedem Diagramm: Wird der Text darunter abgedeckt, eignen sich die vielen Diagramme gut als Testaufgaben; und ideal sind sie zum Wiederholen des Gelernten. Warum bieten nicht alle Verlage den kleinen W/S-Service?

Auch der Anhang hilft dem Leser, sich schnell zu orientieren: Es gibt Verzeichnisse der Spieler, der Studienkomponisten und der Eröffnungen. Fazit:

Ob Drazen Marovic hier wirklich "Geheimnisse des positionellen Schachs" ausplaudert, wie der Titel verheißt, bezweifle ich: Es ist nicht das erste Buch zu dem Thema. Aber "Wie man Stärken und Schwächen auf dem Schachbrett ausnutzt", so der Untertitel, erklärt der kroatische GM gut; daher Kaufempfehlung.

Dr. Erik Rausch - Rochade Europa 11/2004 In diesem Buch geht es um die positioneilen Probleme im Schach. Der Autor erörtert die Problematik auf der Basis von über 300 Beispielen. Das Buch wird in zwei Teile aufgeteilt: Stärke und Schwäche im Raum (Schwache und starke Felder, Stärke und Schwäche auf Linien und Diagonalen, Grundreihenschwäche, Vorposten, Statische Schwächen und Angriff) und Stärke und Schwächen von Schachfiguren (Der König, Die Dame, Der Turm und Die Leicht­figuren). Jedes Thema wird ausführlich und lehrreich erklärt, so dass der Leser nach dem Studium des Buches mit wichtigen Elementen des Positions­spiels vertraut wird. Das Buch emp­fehle ich jedem Schachspieler (auch dem Schachtrainer), die ihr Wissen über die Schachstrategie vertiefen wollen.

Fernschach International 05/2004

Reviews of the english edition: "Secrets of Positional Chess"

This book is about chess space and chess pieces, and their strength and weakness; an unpretentious book on a simple subject - so simple that it is widely considered one of those themes which are absorbed just by time and playing experience. When a friend of mine learnt the topic I was writing about, his immediate reaction was: "Why are you writing about that? Everybody knows what a weak square or a weak piece is." My experience in teaching chess, however, is utterly different. I learnt that on lower levels of chess knowledge most players know the difference only theoretically, but few make a clear distinction in practice. Their games swarm with most vulgar errors, because in their chess apprenticeship they paid little attention to the subject. Naturally, as we go higher in the chess hierarchy players are more and more aware of the subject and its importance. However, no matter how modest the theme appeared to be, we shall see from the long list of illustrious losers in the book that no player is immune from all kind of erroneous judgments. Sometimes a weakness is accepted light-heartedly in the hope that it can be compensated for, or the opponent outwitted, but once committed, weaknesses stay in the position and eventually may cost us dearly. More often, however, it is not apparent what is weak and what is strong and even a highly trained chess mind does not discern it; after all, the fundamental difficulty of the game of chess lies in that. The purpose of this book is to turn the reader's awareness to the topic and its significance, and so help him to make clearer distinctions in the constant changing of values that constitutes a game of chess.

A long series of revealing games and positions, played by strong professional players and distinguished by their clarity of thought, await the reader. It is the clarity of thought I valued most in choosing the material for the book. It is not by chance, therefore, that you will find mostly games by famous players. In comparison to the messy games of lesser players, I find theirs are marked by clear thoughts and come straight to the point. To learn from their exceptional experience, it is enough to be concentrated and stay attentive.

Introduction

Geheimnisse des positionellen Schachs

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