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LOKONDAMRG

Damengambit ... richtig gespielt

248 Seiten, gebunden mit Leseband, Beyer, 3. Auflage 2015

Aus der Reihe »richtig gespielt«

22,80 €
Inkl. 5% MwSt., zzgl. Versandkosten

Das Damengambit (1. d4 d5 2. c4) ist eine sehr alte Eröffnung, die bereits in Handschriften des späten 15. Jahrhunderts erwähnt wird, allerdings erst mit dem Aufkommen des Positionsspiels nach Steinitz erheblich an Beliebtheit gewann und in den 1920er und 30er Jahren einen Höhepunkt der Popularität erlebte. Auch wenn später andere Systeme die führende Rolle übernommen haben, ist das Damengambit immer noch sehr häufig in Turnieren aller Klassen anzutreffen. Es gilt als gesunde und zuverlässige Eröffnung für Spieler, die eine solide Partieanlage anstreben. Dabei erscheint die Einstufung als Gambit kaum gerechtfertigt, denn Weiß geht kein wirkliches Wagnis ein: Bei Annahme des Gambits kann der Mehrbauer von Schwarz nicht ohne ernsthafte Nachteile behauptet werden.

Mit 2. c4 beginnt Weiß den Kampf um die Zentralfelder d5 und e4, bedingt durch die schwarzen Antwortzüge haben sich verschiedene Eröffnungssys- teme herausgebildet: Die drei wichtigsten sind 2... dxc4 (angenommenes Damengambit), 2... e6 (abgelehntes Damengambit) und 2... c6 (Slawisch). Sie stehen naturgemäß im Mittelpunkt dieses Buchs, aber auch andere schwarze Fortsetzungen im zweiten Zug, wie Albins Gegengambit (2... e5) oder die Tschigorin-Verteidigung (2... Sc6), wurden aufgenommen. Gleichfalls berücksichtigt sind Abweichungen im zweiten weißen Zug, die zur Gruppe der Damenbauernspiele führen, wie das Colle-System oder das abenteuerliche Blackmar-Diemer-Gambit (2. e4).

Ein so ausgedehntes Eröffnungssystem wie das Damengambit kann in einem Buch dieses Umfangs natürlich nicht erschöpfend behandelt werden. Der Autor musste sich darauf beschränken, die wichtigsten Abspiele und die mit diesen verknüpften Besonderheiten darzulegen. Dies geschieht in einer ausführlichen Einleitung sowie in 21 Kapiteln, die noch um eine Auswahl von 60 kommentierten Partien aus der Turnierpraxis ergänzt wurden. Die vorliegende überarbeitete Neuauflage richtet sich vornehmlich an Vereinsspieler und Amateure, die sich einen fundierten Überblick zu diesem Eröffnungskomplex verschaffen möchten, ohne auf die vielfach vorhandenen Monografien einzelner Untersysteme zurückgreifen zu müssen.

Weitere Informationen
Gewicht 530 g
Hersteller Beyer
Breite 15,7 cm
Höhe 21,6 cm
Medium Buch
Erscheinungsjahr 2015
Autor Jerzy Konikowski
Reihe richtig gespielt
Sprache Deutsch
Auflage 3
ISBN-13 978-3959200073
Seiten 248
Einband gebunden mit Leseband

008 Zeichenerklärung

009 Vorwort

011 Bauernstrukturen im Damengambit

031 Einleitung

046 Kapitel 1: Colle-System

050 Kapitel 2: Richter-Weressow-Eröffnung

055 Kapitel 3: Blackmar-Diemer-Gambit

058 Kapitel 4: Slawische Verteidigung

067 Abspiel 1: Slawisches Gambit

074 Abspiel 2: Abtauschvariante

077 Abspiel 3: Variante nach 5.a4

084 Abspiel 4: Botwinnik-System

089 Kapitel 5: Angenommenes Damengambit

094 Abspiel 1: Fortsetzung 3.e4

098 Abspiel 2: Fortsetzung 3. Sc3

100 Kapitel 6: Albins Gegengambit

103 Kapitel 7: Tschigorin-Verteidigung

104 Kapitel 8: Wiener Variante

112 Kapitel 9: Moskauer Variante

114 Kapitel 10: Tarrasch-Verteidigung

120 Kapitel 11: Abtauschvariante

124 Abspiel 1: Fortsetzung 5. Lf4

126 Abspiel 2: Fortsetzung 9. Sge2

128 Kapitel 12: Verbesserte Tarrasch-Verteidigung

133 Kapitel 13: Variante mit 5. Lf4

139 Kapitel 14: Ragosin-Verteidigung

145 Kapitel 15: Westphalia-Variante

150 Kapitel 16: Cambridge-Springs-Variante

154 Kapitel 17: Holländisches Gambit

157 Kapitel 18: Lasker-Verteidigung ohne h7-h6

160 Kapitel 19: Lasker-Verteidigung mit h7-h6

164 Kapitel 20: Tartakower-System

171 Kapitel 21: Anti-Tartakower-System

174 Kapitel 22: Beispielpartien

246 Literaturverzeichnis

Mit seiner 3. überarbeiteten und ergänzten Auflage ist das Werk "Damengambit ... richtig gespielt" von Jerzy Konikowski ganz frisch wieder in den Markt gekommen. Erschienen ist es als Imprint des Schachverlags Ullrich im Joachim Beyer Verlag.

Auch wenn der Buchtitel ausschließlich das Damengambit als Inhalt benennt, erhält der Leser auch Stoff außerhalb dessen in die Hand, was gemeinhin unter dieser Bezeichnung läuft. Zu den weiteren Inhalten zählen beispielsweise die Slawische Verteidigung, das Colle-System, das Blackmar-Diemer-Gambit, die Tschigorin Verteidigung und mehr.

Ein so weiter Streifzug durch die Systeme kann diese natürlich nicht erschöpfend darstellen, was auch der Rückentext deutlich herausstellt. Dort steht: "Die vorliegende überarbeitete Neuauflage richtet sich vornehmlich an Vereinsspieler und Amateure, die sich einen fundierten Überblick zu diesem Eröffnungskomplex verschaffen möchten, ohne auf die vielfach vorhandenen Monografien einzelner Untersysteme zurückgreifen zu müssen. Ich denke, dass "Damengambit ... richtig gespielt" genau diesen selbst gesetzten Anspruch erfüllt.

In einem einleitenden Teil stellt Konikowski zunächst "Bauernstrukturen im Damengambit" vor. Auf rund 20 Seiten wird der Leser mit dem Rüstzeug ausgestattet, die wesentlichen Stellungsmerkmale in den sich anschließenden Theoriekapiteln hinsichtlich der Bauernkonstellationen mit angezeigten Formen einer Behandlung in Verbindung zu bringen. Eine typische Formation kann er wiedererkennen und seine Entscheidung auch auf der Basis seiner Erkenntnisse aus den einleitenden Ausführungen treffen.

Diesem allgemeinen Teil folgt eine Einleitung. Diese ähnelt im Erscheinungsbild den nachfolgenden Theoriekapiteln, enthält tatsächlich auch Abweichungen von überwiegend nachrangier Bedeutung, zeigt vor allem aber auf, wie sich das theoretische Material auf die folgenden Kapitel verteilt.

Der Einleitung schließen sich 21 Kapitel an, die sich jeweils einem bestimmten Eröffnungssystem widmen. Ein 22. Kapitel folgt mit insgesamt 60 Beispielpartien. Diese beziehen sich inhaltlich auf alle vorhergehenden Kapitel und dienen der ganzheitlichen Betrachtung einer Eröffnung im Partieeinsatz. Die Kommentierung setzt sich aus Textkommentaren und Analysen bzw. als Varianten genutzten Partiefragmenten zusammen. Die jüngsten der abgebildeten Partien stammen aus dem Jahr 2015. Die Aktualisierung des Werkes ist auch an dem Partienteil nicht vorbeigegangen.

Die 21 Kapitel "reinen" Theoriekapitel sind inhaltlich identisch aufgebaut. Die Initialzugfolge wird abgebildet, regelmäßig mit einigen erklärenden Worten. Dann geht es sogleich in die Besprechung der Theorie. Diese erfolgt an einem Baum aus Hauptvariante und Abzweigungen.

Konikowski erklärt viel, spart aber auch nicht an Varianten. Dieser Aspekt ist für den Fernschachspieler von Bedeutung, der diese Varianten in seiner Partie unmittelbar einsetzen kann.

Aufgefallen ist mir an ausgesuchten Beispielen, dass Konikowski gerne auch mal eine weniger gängige Empfehlung "herauskitzelt", die der Gegner in einer fortlaufenden Partie vielleicht nicht erwartet hat, sofern er auf die Hauptvarianten fixiert ist. Statistisch relevantes Material gibt es in diesen Fällen kaum und beruht dann oft nur auf ca. fünf bis sechs Beispielpartien. Der Leser bekommt so durchaus Erfolg versprechendes Material in die Hand, ohne dass der Gegner die Partie darauf hat zusteuern sehen. Er kann es in seiner Partie im Wissen einsetzen, dass es von Konikowski gut geprüft worden ist.

Der Käufer erhält "Damengambit ... richtig gespielt" in einer gebundenen Fassung und einem festen Einband. Den "besonderen Pfiff" macht dabei auch ein Lesebändchen aus, dass dem im Werk arbeitenden Leser immer anzeigt, wo er sich gerade befindet.

Fazit: "Damengambit ... richtig gespielt" ist ein sehr guter Allrounder, um das Damengambit, die Slawische Verteidigung und einige weitere weniger breite Systeme für den Einsatz im Klubspiel oder eben auch in der privaten Partie am heimischen Brett zu erlernen. Damit ist das Werk zugleich eine gute Grundausstattung, auf deren Basis der Spieler seine Entscheidungen treffen kann, für welche Systeme er sich bedarfsweise Spezialliteratur beschaffen möchte.

Ich kann den Kauf des Buches bis in den Klubbereich hinein empfehlen.

Uwe Bekemann

www.BdF-Fernschachbund.de

Dezember 2015


Rezensionen zur vorherigen Auflage:

Dieses Buch bietet einen kompletten Überblick zum Thema Damengambit, einschließlich Theorie und ausgewählten Musterpartien. Der Autor, Jerzy Konikowski, ist ein erfahrener Trainer und hat bereits zahlreiche Bücher und Artikel über Schach verfasst.

Der Autor führt den Leser durch die zahlreichen Varianten und Systeme des Damengambits ohne dabei zu sehr ins Detail zu gehen, daraus ergibt sich auch die Schlussfolgerung, dass man nicht allzu viel Tiefgang erwarten sollte. Vielmehr präsentiert Konikowski typische Pläne, oft vorkommende Strategien, anschauliche Meisterpartien und einen theoretischen Überblick der sich an einer Spielstärke irgendwo zwischen 1800 und 2000 orientiert.

Sehr gut gefallen hat mir die Einleitung, hier werden die Grundgedanken dieser Eröffnung plausibel erläutert und wichtige Strategien vorgestellt. Der theoretische Teil des Buches bereitete mir etwas Kopfschmerzen, etwas unübersichtlich präsentierten sich dort die Varianten, vielleicht wäre eine tabellarische Übersicht besser gewesen, ähnlich der ECO, im Großen und Ganzen aber in Ordnung. Der Partienteil überzeugt mit 50 gut gewählten Musterpartien und einer zufrieden stellenden Kommentierung.

Insgesamt gesehen, bietet das Buch ein gutes Rüstzeug für eine erfolgreiche Anwendung des Damengambits.

Mit freundlicher Genehmigung

Martin Rieger, www.freechess.info

**********

Besseres Papier, Festeinband, gutes Druckbild, etwas größerer Umfang..., aber ein niedrigerer Preis; das trifft vergleichsweise auf fast alle deutschen Verlage zu. Was natürlich noch nichts über die Qualität aussagt.

Normalerweise bin ich bei Konikowski diesbezüglich eher skeptisch, doch dieses Buch erfüllt seinen Zweck: Einen Überblick über das Damengambit (und diverse Abweichungen) ohne allzu tief gehende theoretische Ansprüche, geeignet für mittleres Spielstarkemveau, etwa DWZ 1500-1800. Auf Turnierspieler- bzw. Elo-Niveau sollte man zumindest in "seinen" Systemen detaillierter Bescheid wissen als hier vermittelt.

Konikowski bietet faire Erläuterungen, Standardmanöver sowie deren Zweck und Sinn sind in fast allen Abspielen erläutert. An einen Klassiker wie das (allerdings deutlich spezialisiertere) Queen 's Gambit Declined von Sadler kommt er in didaktischer Hinsicht allerdings nicht heran. Dennoch, für die genannte Zielgruppe würde ich Konikowksi dem arg variantenlastigen Pachmann (Das Damengambit, Olms 1998) vorziehen.

Harald Keilhack, Schach 06/2004

Nach seinen beiden allgemeineren Eröffnungswerken "Schnellkurs der Schacheröffnungen : Theorie" und "Schnellkurs der Schacheröffnungen : Praxis" beschäftigt sich der erfolgreiche Schachbuchautor Jerzy Konikowski nun mit dem Themenkomplex Damengambit.

Natürlich werden selbst über weniger wichtige Varianten hieraus bereits ganze Bücher geschrieben, z.B. das beim Kania-Verlag erschienene Buch über die Tschigorin-Verteidigung 2...Sc6. Doch wer nicht auf einem derartigen "Expertenniveau" spielt ist sicher sehr dankbar, wenn er auf eine komplette und kompakte Abhandlung zurückgreifen kann und nicht für jede Variante ein eigenes Buch kaufen muss.

Dies leistet Konikowskis "Modernes Damengambit - richtig gespielt", wobei sein Buch auch großen Wert auf die praktischen Probleme im Damengambit legt.

Wie sieht dies im einzelnen aus? Zunächst stellt Konikowski in einer ausführlichen Einleitung die verschiedenen grundlegenden Bauernstrukturen im Damengambit vor und zeigt dazu jeweils mehrere lehrreiche Partien. Das nächste Kapitel ist dann eine ebenfalls etwas längere Einführung und Übersicht zur Theorie des Damengambits mit ihren Verzweigungen und Zugumstellungen.

Erst danach folgt die eigentliche Theorie, in der Konikowski in 21 Kapiteln sämtliche Hauptvarianten bespricht: Colle, Richter-Weressow, Blackmar-Diemer, Slawisch, angenommenes Damengambit, Albin, Tschigorin, Wiener Variante, Moskauer Variante, Tarrasch-Verteidigung, Abtauschvariante usw.

Diesem theoretischen Teil mit rund 140 Seiten schließt sich der angedeutete praktische Teil an. Darin analysiert Konikowski 50 aktuelle Großmeisterpartien und liefert damit eine sehr nützliche und gut kommentierte Ergänzung fürs Eröffnungstraining.

Natürlich kann und will das Buch keine höheren Ansprüche zufrieden stellen, was z.B. mit sieben Seiten für die Tartakower-Variante oder 11 Seiten für das angenommene Damengambit auch gar nicht geht. Für den durchschnittlichen Schachfreund und auch weniger erfahrene Spieler ist der durch den kompakten Druck sehr ordentliche Umfang und die gute Aufbereitung jedoch rundum zu empfehlen. Der schöne Festeinband rundet das ansprechende Werk ab.

Schachmarkt 03/2004

Aus dem Oberfränkischen frisch auf den Tisch erreicht uns das neueste Buch des bekannten Autors Jerzy Konikowski, der sich bereits mehrfach sowohl mit Eröffnungsthemen allgemein als auch mit dem hier vorliegenden Damengambit beschäftigt hat.

Einleitend präsentiert der Autor zunächst die im Damengambit üblicherweise auftretenden Bauernstrukturen, als da wären "Isolierte Bauern", "Hängende Bauern", "die Formation c3-d4", "Freibauern" und "die Karlsbader Struktur", letztere charakterisiert durch den Minoritätsangriff in der Abtauschvariante. Jede dieser fünf Strukturen wird anhand einiger Beispielpartien erläutert, so dass der Leser angehalten ist, sich mit den immer wiederkehrenden substantiellen Stellungsbildern des Damengambits vertraut zu machen - eine Entscheidung, die vor allem insofern Sinn macht, als sich unser Buch angesichts der in dieser Eröffnung vorherrschenden Materialfülle notwendigerweise darauf beschränken muss, Allgemeinwissen zu vermitteln und nicht jede Eröffnung im Stile einer Monografie mit einschlägigen Detailanalysen angehen kann.

Nach diesem einleitenden Crash-Kurs in Sachen Bauernstruktur liefert der Autor einen rund 15-seitigen Themenüberblick, bevor er sich in den Kapiteln 1-21 mit dem beschäftigt, was wir normalerweise mit dem Begriff "Eröffnungstheorie" verbinden. Geht man davon aus, dass das Damengambit streng genommen erst nach der Zugfolge 1.d4 d5 2.c4 erreicht wird, wären die Kapitel 1-3 (Colle-System, Richter-Weressow-Eröffnung, Blackmar-Diemer-Gambit) nicht unbedingt von Nöten gewesen; dennoch erscheint die Aufnahme auch dieser Damenbauernspiele insofern begründet, als Schwarzspieler, die auf irgendeine Verteidigung des Damengambits fixiert sind, durchaus auch mit anderen Zügen als 2.c4 rechnen müssen. Ansonsten findet der Leser alle gängigen Abspiele dieser Eröffnung wieder, von der Slawischen Verteidigung (Kap. 4) über die Tarrasch-Verteidigung (Kap. 10) bis hin zum Anti-Tartakower-System in Kapitel 21, um nur einige Systeme exemplarisch zu nennen.

Den Schluss des Buches bilden 50 illustrierende Meisterpartien aus dem Zeitraum 1981-2003, womit der vorausgehenden Theorie ein entsprechender Praxisbezug folgt, der bis in die jüngste Vergangenheit reicht.

Wie bereits erwähnt, ist der Komplex Damengambit mittlerweile so umfangreich, dass Konikowski laut eigenen Aussagen "nur die wichtigsten Nuancen" des Themas vorstellen konnte. Insofern liefert er im Anhang dankenswerterweise ein ausführliches Literaturverzeichnis, mit dessen Hilfe sich der Leser (DWZ-Bereich etwa 1700-2300) bei Bedarf gezielt nach systemspezifischem Material umsehen kann.

Also: Wenn man das Buch entsprechend der Vorgaben des Autors liest, sich Überblickswissen im Damengambit zu verschaffen, ist man hier an der richtigen Adresse. Dies umso mehr, als Negativpunkte eigentlich nicht festzumachen waren. Allenfalls im Bereich des Layouts könnten leichte Einschränkungen angemeldet werden: Hier wäre es aus der Sicht des Unterzeichners optisch ansprechender gewesen, zwischen Ober- und Unterkapiteln grafisch stärker zu differenzieren. Na ja, Geschmacksache.

Ansonsten verdienen Konzeption und Gestaltung ein ausdrückliches Lob, nicht zuletzt aufgrund der hilfreichen Bemerkungen zur jeweiligen Bauernformation. Auch sei auf das sehr kundenfreundliche Preis-Leistungsverhältnis verwiesen: Für ein vergleichbar ausgestattetes Buch (237 Seiten, Festeinband, gediegene Verarbeitung, sauberes Druckbild, pro Seite etwa 1 Diagramm) zahlen Sie anderswo gelegentlich sogar das Doppelte.

E. Carl - Rochade 6/2004

Die Popularität des Damengambits reicht zurück bis in die Mitte/Ende des 19. Jahrhunderts. Besonders nach den Weltmeisterschaftskämpfen zwischen Steinitz und Zuckertort (1886) und später zwischen Steinitz und Lasker (1894) wurde es tiefgehend analysiert. Das Damengambit ist inhaltlich zu umfangreich, um alle Varianten ausführlich in einem Buch vorzustellen. Deshalb finden Sie in dieser Arbeit die wichtigsten Nuancen dieses Gambits in einer ausführlichen Einführung sowie in 21 Kapiteln und 50 Beispielpar tien.

J. Konikowski, Fernschach International 03/2004