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LXALJDGMTNY1924

Das Grossmeister Turnier New York 1924

380 Seiten, Beyer, 6. Auflage 2014

Aus der Reihe »Meilensteine des Schachs«

19,80 €
Inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

Das internationale Turnier in New York 1924 zählt fraglos zu den bedeutendsten Turnieren der Schachgeschichte. In einem 31-tägigen Kräftemessen sollten nochmals, 10 Jahre nach St. Petersburg 1914, die drei Schachgiganten dieser Epoche aufeinandertreffen: Neben dem amtierenden Weltmeister José R. Capablanca waren sein entthronter Vorgänger Emanuel Lasker und der künftige Champion Alexander Aljechin angetreten, eine Auswahl hochrangiger Meister aus den USA und Europa komplettierte das elfköpfige Teilnehmerfeld. Das doppelrundig ausgetragene Turnier war auch theoretisch bedeutsam in der Auseinandersetzung mit den damals revolutionären hypermodernen Ideen in der Eröffnung. Weithin unerwartet wurde das Turnier zum wohl größten Triumph des 55-jährigen Lasker, der mit einem phänomenalen 80%-Ergebnis und 1½ Punkten Vorsprung seinen Rivalen Capablanca distanzieren konnte. Es ist der Verdienst des drittplatzierten Aljechin, dieses Ereignis in einer würdigen literarischen Form für die Nachwelt aufbereitet zu haben. Sein exzellentes Turnierbuch mit 110 kommentierten Partien war richtungsweisend und ließ ihn zu den führenden Schachautoren seiner Zeit aufschließen. Vielfach gelobt wurden seine gründlichen und tiefsinnigen Analysen (in Zügen und Worten!), die in ihrer Klarheit auch für Amateure nachvollziehbar und attraktiv blieben. Viele Kenner reihen Aljechins Werk daher unter die besten Turnierbücher ein, die je geschrieben wurden. Ein Klassiker, der immer zum grundlegenden Bestand jeder Schachbibliothek gehören wird.

Das internationale Turnier in New York 1924 zählt fraglos zu den bedeutendsten Turnieren der Schachgeschichte. In einem 31-tägigen Kräftemessen sollten nochmals, 10 Jahre nach St. Petersburg 1914, die drei Schachgiganten dieser Epoche aufeinandertreffen: Neben dem amtierenden Weltmeister José R. Capablanca waren sein entthronter Vorgänger Emanuel Lasker und der künftige Champion Alexander Aljechin angetreten, eine Auswahl hochrangiger Meister aus den USA und Europa komplettierte das elfköpfige Teilnehmerfeld. Das doppelrundig ausgetragene Turnier war auch theoretisch bedeutsam in der Auseinandersetzung mit den damals revolutionären hypermodernen Ideen in der Eröffnung. Weithin unerwartet wurde das Turnier zum wohl größten Triumph des 55-jährigen Lasker, der mit einem phänomenalen 80%-Ergebnis und 1½ Punkten Vorsprung seinen Rivalen Capablanca distanzieren konnte. Es ist der Verdienst des drittplatzierten Aljechin, dieses Ereignis in einer würdigen literarischen Form für die Nachwelt aufbereitet zu haben. Sein exzellentes Turnierbuch mit 110 kommentierten Partien war richtungsweisend und ließ ihn zu den führenden Schachautoren seiner Zeit aufschließen. Vielfach gelobt wurden seine gründlichen und tiefsinnigen Analysen (in Zügen und Worten!), die in ihrer Klarheit auch für Amateure nachvollziehbar und attraktiv blieben. Viele Kenner reihen Aljechins Werk daher unter die besten Turnierbücher ein, die je geschrieben wurden. Ein Klassiker, der immer zum grundlegenden Bestand jeder Schachbibliothek gehören wird.

Weitere Informationen
Gewicht 440 g
Hersteller Beyer
Breite 14,8 cm
Höhe 21 cm
Medium Buch
Erscheinungsjahr 2014
Autor Alexander Aljechin
Reihe Meilensteine des Schachs
Sprache Deutsch
Auflage 6
ISBN-13 978-3940417756
Seiten 380

007 Vorwort. Von Hermann Helms

009 Ein Standard-Werk. Von Kurt Richter

011 Damals und heute. Von Dr. Max Euwe

028 Einführung. Von Norbert L. Lederer

032 Der Verlauf des Turniers. Von Horace Ransom Bigelow

038 Fortschrittstabelle

038 Tabelle des Turniers zu New York

039 Gewinn- und Verlusttabelle

039 Die Preisverteilung

041 Finanzbericht

045 Die Bedeutung des New Yorker Turniers für die Eröffnungstheorie

045 I. Offene Spiele

049 II. Geschlossene Spiele

055 III. Damengambit bzw. Damenbauernspiel und holländische Partie

063 IV. Moderne Spielweisen

075 Erste Runde

089 Zweite Runde

101 Dritte Runde

111 Vierte Runde

128 Fünfte Runde

140 Sechste Runde

155 Siebente Runde

170 Achte Runde

187 Neunte Runde

202 Zehnte Runde

215 Elfte Runde

230 Zwölfte Runde

241 Dreizehnte Runde

254 Vierzehnte Runde

269 Fünfzehnte Runde

284 Sechzehnte Runde

299 Siebzehnte Runde

313 Achtzehnte Runde

327 Neunzehnte Runde

337 Zwanzigste Runde

352 Einundzwanzigste Runde

366 Zweiundzwanzigste und letzte Runde

378 Tabelle zum Aufschlagen der Partien

379Übersicht der Eröffnungen

Aus der Serie "Meilensteine des Schach" hat der Schachverlag Ullrich das historische Werk "Das Grossmeisterturnier New York 1924" von Alexander Aljechin als Imprint im Joachim Beyer Verlag neu herausgegeben. Dieses Turnier, an dem ein gewichtiger Teil der damaligen Weltelite teilnahm, zählt zu den herausragendsten Veranstaltungen seiner Art überhaupt. Zu den Teilnehmern zählten der Ex-Weltmeister Dr. Lasker, der sich im für einen Turnierspieler fortgeschrittenen Alter von 55 Jahren sogar den Turniersieg holte, sein Nachfolger Capablanca, der aufstrebende Schachkönig in spe, Aljechin, neben Réti, Tartakower, Marshall und anderen. Das Buch liegt nun in seiner 6. Auflage vor. Für diese gilt eine Aussage, die Kurt Richter in seinem Vorwort zur 1962er Vorgängerin nicht treffender hätte formulieren können, in gleicher Weise. "Nun liegt 'New York 1924' wieder vor, der wertvolle Inhalt ist jedem Interessenten zugänglich, und nur der Bibliophile, der Erstausgaben sammelt, wird nach wie vor nach antiquarischen Exemplaren fahnden." Als ich "Das Grossmeisterturnier New York 1924" zum ersten Mal aufgeschlagen habe, ist mir unwillkürlich ein Begriff eingefallen: Vintage. Während dieser ursprünglich dafür steht, Mode im Retrolook ab ca. der 20er/30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts herzustellen, kam er mir hier beim Anblick des Schriftbildes in den Sinn. Dieses ist im Original erhalten geblieben und bildet somit eine harmonische Einheit mit dem Text selbst, dessen Entstehen in der vorstehend genannten Zeit leicht anhand der ausgewählt höflichen, zurückhaltenden und blumigen, manchmal etwas schwülstigen und gestelzten Sprache zu erkennen ist. Im aufgeschlagenen Zustand lässt das Buch den Leser fühlen, wie es wäre, wenn er tatsächlich ein antiquarisches Exemplar in den Händen halten würde. Die Seiten lassen erkennen, dass sie auf einer Vorlage basieren, die sorgfältig zurechtgeschnitten worden ist, um dann mit modernen Methoden der Technik reproduziert zu werden. Die ursprünglichen Diagramme sind durch moderne ersetzt worden. In Unkenntnis des Grundes vermute ich mal, dass die Beseitigung von Fehlern den Grund hierfür geliefert hat, vielleicht lag dieser auch in einer unzureichenden Eignung der alten Diagramme als Druckvorlage. Im Ergebnis kommt es aber weniger auf den Grund als darauf an, ob das moderne Outfit der Diagramme den historischen Eindruck stört. Ich hatte dieses Empfinden nicht. Bleiben wir kurz noch bei der Historie. Das Turnier New York 1924 fiel in die Zeit des Meinungswettstreits zwischen der traditionellen Auffassung des Positionsspiels und den modernen, als "hypermoderne Auffassung des Schachspiels" bezeichneten Ideen. Dies wird sehr schön nicht nur in den Partien und deren Kommentierung sichtbar, sondern auch in einer Ausarbeitung Aljechins zur Bedeutung des Turniers für die Eröffnungstheorie. Diese war schon Teil des Turnierbuches in seiner 1. Ausgabe. Wie sehr die Fragen um die Spielauffassung die Kontakte und Diskussionen geprägt haben, mag auch aus einem humorvollen Satz aus der Einführung von Norbert L. Lederer ersichtlich werden. Er stellte fest, dass die jungen Meister nicht nur auf dem Brett mit hypermodernen Ideen aufwarteten, sondern auch beim Tanzen. Aljechins Überlegungen zur Bedeutung des Turniers für die Eröffnungstheorie waren in einem erheblichen Rahmen prognostizierender Natur. Der 2. Auflage wurde ein Aufsatz von Dr. Euwe aus dem Jahre 1962 hinzugefügt, in dem dieser rund 40 Jahre später seinerseits die Bedeutung hinterfragte und sich dabei auch Aljechins Ergebnissen widmete. Die aktuelle Neuauflage basiert auf der Entwicklung ihrer Vorgänger, sie enthält damit natürlich auch diesen Aufsatz von Euwe. Es ist interessant, die Ausarbeitungen beider Meister parallel zu betrachten. Irgendwann wird vermutlich noch eine Ergänzung fällig, die dann Euwes Stand der Einschätzungen in die Gegenwart überführt. Dass im Werk der Humor nicht zu kurz kommt, mag schon oben in dieser Rezension deutlich geworden sein, ich möchte dies aber zusätzlich ausdrücklich hervorheben. Es macht wirklich Spaß, sich mit "Das Grossmeisterturnier New York 1924" zu beschäftigen, es ist eine nette Unterhaltung. Noch ein kleines Beispiel für die feine Komik: An einer Stelle wird die Klasse des damals aktuellen Weltmeisters Capablanca in der Verwertung eines materiellen Übergewichts durch einen Vergleich mit dem Meer erhöht. Das Meer zeigt sich nachgiebig und gibt irgendwann alles zurück, was es sich geholt hat. Capablanca nicht, der behält alles, was er sich erst mal verschafft hat. 110 im Turnier gespielte Partien warten auf den Leser, allesamt in einer Kommentierung durch Aljechin. Diese geht den von den Spielern genutzten und ungenutzten Möglichkeiten nach, überprüft die getroffenen Entscheidungen auf ihre Korrektheit und gibt Hinweise zu Aspekten der Schachtheorie, nicht zuletzt zur Eröffnungstheorie. Für den heutigen Leser dürfte die Unterhaltung durch die Partien im Vordergrund stehen. Und hier kommt er zweifelsohne voll auf seine Kosten, wovon ich mich anhand mehrerer Beispiele überzeugt habe. Die Duelle zeigen ein kämpferisches Schach, sie wurden zudem sehr ideenreich gespielt. Nicht alles ging im Sinne des sich etwas trauenden Spielers auf, auch die kleinen Unglücke aber sind nicht minder unterhaltsam als die Versuche mit einem Happy End. Aljechin hatte schon in den frühen Jahren eine besondere Fähigkeit, Partien mit treffenden textlichen Anmerkungen zu kommentieren, wovon sich der Leser im Werk überzeugen kann. Die Partien sind je Runde dargestellt, der aktuelle Turnierstand und die Rundenergebnisse sind jeweils vorangestellt. Neben allem zum Spiel erhält der Leser auch einen Einblick in Welt des damaligen Turnierorganisators. Er musste Geld beschaffen, die Meister einladen und für die Teilnahme gewinnen, ihre An- und Abreise und ihre Unterbringung organisieren, eine Spielstätte für eine Wochen lange Turnierdauer finden und alles aufeinander abstimmen. Und dass die Welt damals andere Herausforderungen als heute bereithielt, lässt sich im Turnierbuch manchmal schon aus kleinen Randbemerkungen erkennen. So mussten für die europäischen Spieler rechtzeitig Dampferplätze reserviert werden. Von wegen kurz mal in den Flieger steigen und nach New York jetten! Ab auf den Dampfer und sich auf eine längere Überfahrt gefasst machen!

Fazit: "Das Grossmeisterturnier New York 1924" ist in der neuen und 6. Auflage eine klare Kaufempfehlung an jeden, für den das Schachspiel nicht nur das Spiel selbst ist, sondern auch eine Brücke zwischen den Zeiten und den Generationen. Viel Lesestoff und eine Fülle interessanter und ehrwürdiger Partien warten auf den Leser. Vintage für die eigene Schachbibliothek!

Uwe Bekemann, BdF

Dezember 2014