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LOBAUP1B6

Play 1. ..b6!

A dynamic and hypermodern system
Eigenschaften

224 Seiten, kartoniert, Everyman, 1. Auflage 2005

18,60 €
Inkl. 5% MwSt., zzgl. Versandkosten

Fed up with getting difficult positions with the black pieces? Tired of always having to keep up with all the latest developments. Take a break from the mountains of opening theory and play 1...b6! With the move, preparing a bishop fianchetto, Black immediately directs the game into relatively uncharted territory, one where White players are not able to sit back and rely on their 'opening book' knowledge.

The real beauty of 1...b6 is that it can be played against virtually every single first move by White, so it is a perfect choice for Black players with neither the time nor inclination to memorise a multitude of different defences. Despite being relatively unexplored, 1...b6 has been the weapon of some dynamic and uncompromising world-class players, including Britain's first Grandmaster, the late Tony Miles.

In this revolutionary book, Christian Bauer reveals for the first time the secrets of how to play 1...b6 with success. He takes an in-depth look at both the main lines and White's more offbeat tries, creating a comprehensive repertoire for the Black player and highlighting the tactical and positional ideas for both players.

  • Written by a 1...b6 expert
  • All of White's possibilities are covered
  • Full explanation of the most important thematic ideas

Christian Bauer is a young Grandmaster from France who has a string of tournament successes to his name. He is a former national champion and has represented France in numerous team tournaments, playing top board at the 2000 Istanbul Olympiad. He is a regular columnist for the renowned French chess magazine Europe Echecs . This is his first book for Everyman Chess.

Weitere Informationen
Gewicht 375 g
Hersteller Everyman
Breite 15,2 cm
Höhe 22,8 cm
Medium Buch
Erscheinungsjahr 2005
Autor Christian Bauer
Sprache Englisch
Auflage 1
ISBN-10 1857444108
ISBN-13 9781857444100
Seiten 224
Einband kartoniert

005 Introduction

0071 1 e4 b6

007 1 e4 b6: Introduction

024 1 e4 b6 2 d4 Bb7 3 Bd3

042 1 e4 b6 2 d4 Bb7 3 Nc3 e6 4 Nf3 Bb4 5 Bd3

0612 1 d4 b6

061 1 d4 b6: Introduction

072 1 d4 b6 2 c4 Bb7 3 Nc3 e6 4 a3 f5

092 1 d4 e6 2 c4 b6 3 Nc3

103 1 d4 e6 2 c4 b6 3 e4 Bb7

1253 1 c4 b6

125 1 c4 b6: Introduction

151 1 c4 b6 2 Nc3 Bb7 3 e4 e6 4 Nf3

1774 1 Nf3 b6

177 1 Nf3 b6: Introduction

193 1 Nf3 b6 2 g3 Bb7 3 Bg2 g6 4 0-0 Bg7

215 Index of Complete Games

222 Index of Variations

Play 1 ... .b6 is a very exciting openings book from the young French Grandmaster Christian Bauer who has written an exciting openings book that is based on an early development of the bishop to b7. Some years ago the English Daniel King already went that direction wish his English defence, Everymann 1999, but Bauer digs in this latest Everyman openings book much deeper and covers all lines against the moves 1.c4,1.d4,1.e4 and 1.Nf3. The move 1 ... b6 is very flexible and in this book you shall find all kinds of set-ups where some come very close to a kind of hippopotamus but not playable is the good old Owens defence with 1.e4 b6 2.d4 Bb7 3.Bd3 f5? which the great El Greco already mentioned in his famous hand book of 1619. But if you like to play an early f5 then go for the move order: 1.d4 e6 2.c4 b6 3.e4 Bb7 4.Bd3 f5! The first four move gives quite some scope for transpositions and as we can learn from the young author it is all a matter of taste. The important game Burnett,R (2444) - Kraai,J (2425) Ch-USA San Diego USA (6), 30.11.2004 1.d4 e6 2.c4 b6 3.e4 Bb7 4.Bd3 f5 5.exf5 Bxg2 6.Qh5+ g6 7.fxg6 Bg7 8.gxh7+ Kf8 9.hxg8Q+ Kxg8 10.Qg4 Bxh1 11.Bg5 Qf8 12.h4 Nc6 13.h5 Nxd4 14.h6 Nf3+ 15.Nxf3 Qxf3 16.Qxf3 Bxf3 17.hxg7 Rh1+ 18.Bf1 Bg2 19.Nd2 Kxg7 20.Bf4 d6 21.Ke2 Rah8 22.Bg3 R8h5 23.Rc1 Rg5 24.Rc3 Bxf1+ 25.Nxf1 Rg4 26.b4 Kf7 27.Nd2 Rh5 28.Ra3 a5 29.bxa5 Rxa5 30.Rxa5 bxa5 31.Kd3 Ke7 32.Nb3 a4 33.Nd4 c5 34.Ne2 d5 35.Nf4 Kd7 36.Kc3 dxc4 37.Kb2 e5 38.Ne2 Ke6 39.Ka3 Kd5 40.Kxa4 Rg8 41.Ka3 Rb8 42.f4 Ke4 43.f5 Kd3 44.f6 Kxe2 45.Bxe5 Ra8+ 46.Kb2 Kd3 0-1 is well analysed by Bauer in an impressive eight page coverage where he even mentions interesting sub line as the Perrin variation with 4 ... Nc6!? where the author prefers slightly the white site of the board but it is a fact, that the second player has to except that he or she is sometimes a little worse when you open with his queens pawn to b6. Included in this book are 82 model games where around a dozen of them are from the author himself. Conclusion: A very exciting openings book!

With kind permission of the author John Elburg (www.chessbooks.nl)

Der junge Französische GM Christian Bauer, ehemaliger Meister von Frankreich, Olympiateilnehmer und häufiger Gast auf Open-Turnieren, hat sich auf den Eröffnungszug 1... b6 spezialisiert, der auf jeden Einlei­tungszug von Weiß erfolgen kann (außer vielleicht auf 1.g3). In sei­nem ersten Theoriebuch will er nachweisen, dass 1...b6 eine genau so vollwertige Eröffnungswahl für Schwarz darstellt wie 1...g6. Schwarz verfolgt mit 2...Lb7 eine weißfeldrige Strategie, lässt Weiß ein Bauernzentrum aufbauen, und greift dieses dann von der Seite an, oft mittels ...f5. Er strebt ein lebhaf­tes Figurenspiel an und hofft auch ein wenig auf den Überraschungsef­fekt auf einen nicht präparierten Gegner, welcher dann improvisieren muss. Längere Hauptvarianten sucht man in diesem Buch vergeblich, da­für gibt es zu viele nicht forcierte Möglichkeiten für beide Seiten. Vielmehr geht es um das Stellungs­verständnis, um die dynamischen Aspekte, und auch um mögliche Zugumstellungen. All dieses zeigt der Autor anhand von 82 gut analy­sierten Meisterpartien, etliche davon gespielt von den Spezialisten GMs Tony Miles, Speelman, Blatny, Kengis, Filipovic u.a., und weiteren 144 vollständigen Spielen, die im laufenden Text eingebaut sind. Der Inhalt gliedert sich in vier Kapi­tel:

1) 1.e4 b6 = Owens Verteidigung. Hier hat Schwarz nach 2.g3, 2.Sf3 und 2.d4 Lb7 3.f3 nichts zu be­fürchten. Nach 2.d4 Lb7 3.Ld3 e6 jedoch ist es für Schwarz nicht ein­fach, Druck aufs weiße Zentrum auszuüben, desgleichen auf 2.d4 Lb7 3.Ld3 Sf6 4.De2, sowie bei 2.d4 Lb7 3.Sc3 e6 4.Sf3 Lb4 5.Ld3 Sf6 6.Lg5 h6 (S. 7-60, mit 23 Beispielpartien und weiteren 30 im Verlauf des Textes).

2) 1.d4 b6 : In diesem Abschnitt wer­den zunächst Abspiele ohne frühes e4 betrachtet. Unterlässt Weiß auch ein frühes c4, so hat Schwarz beque­mes Spiel. Besser für Weiß erscheint 2.c4 Lb7 3.Sc3 e6 4.a3 f5, wonach Schwarz dann mit ...g6 und ...Lg7 oder sogar mit ...Ld6 und ...Le5 fortsetzen kann. Außerdem geht es um Zugumstellungen bezüglich der Abfolge von ...e6 und ...b6, ...Lb7 und ...Lb4 (auf Sc3). Schließlich kommt noch 1 .d4 e6 2.c4 b6 3.e4 Lb7 zur Sprache (S. 61-124, mit 27 Partien und 54 zusätzlichen im Text).

3) 1.c4 b6: Hier gibt es einige inte­ressante Nebenwege, etwa 2.b3 oder 2.Sc3 Lb7 3.e4 e5!?, oder nach 2.Sc3 Lb7 3.e4 e6 4.Sge2/4.g3; und auch die Hauptvariante 2. Sc3 Lb7 3.e4 e6 4.Sf3 Lb4 5. Ld3 Se7 wurde bisher noch relativ we­nig erforscht (S. 125-176, mit 18 Partien und 36 weiteren).

4) 1.Sf3 b6: Es werden Abspiele nach 2.g3 Lb7 3.Lg2 betrachtet, und zwar 3...f5 sowie 3...g6 4.0-0 Lg7 5.d4 Sf6 6.c4. Zudem be­spricht Bauer Königsindisch mit vertauschten Farben, also den g3/ Lg2/Sf3/0-0/d3/e4 - Aufbau des Weißen, mit den schwarzen Bauem-formationen ...f5 und ...e6 / ...e6 und ...d5 / ...g6 und ...c5 (S. 177-214, mit 14 Beispielpartien und 24 zusätzli­chen).

Insgesamt gesehen, kann man 1...b6 wohl als (nahezu) vollwertige Eröffnung ansprechen, die auch aus ei­nem gewissen Überraschungseffekt auf einen nicht darauf vorbereiteten Gegner ihre Daseinsberechtigung ein Stück weit ableitet. Der zurzeit ranghöchste ...b6-Guru dürfte wohl der englische GM Jona­than Speelman sein. Hier zum Abschluss eine seiner Produktionen:

Gomez Esteban - Speelman, Pamplona 1996: 1.c4 b6 2.Sc3 Lb7 3. e4 e6 4.g3 f5 5.Lg2 Sf6 6.Sge2?! S:e4 L:e4 8.L:e4 f:e4 9.Sc3 Df6! 10.Dg4 Sc6 11.0-0! Le7 12. D:e4 0-0 13.d3 Lb4 14.Se2 Lc5 15.Kg2 Tad8 16.Sf4 Tfe8! 17. Tb1 d5 18.De2 d:c4 19.d:c4 Df5 20.Le3 De4+! 21.Df3 D:f3+ 22.K:f3 L:e3 23.K:e3 Se5 24.Tfcl Sg4+ 25.Ke2 S:h2! 26.c5 e5 27. Sh5 Td4 28.c:b6? Ted8! 29.f3 Td2+ 30.Ke3 T2d3+ 31.Kg2 e4! 32.f:e4 Td2+ 33.Ke3 T8d3+ 34.Kf4 Tf2+ 35.Kg5 h6+ 36.Kh4 Sf3+ 37.Kh3?! Th2+ 38.Kg4 Se5+ 39. Kf4 T:h5 40.Tf1 Tg5 0:1 (Partie Nr. 54 auf S. 134 ff., dort mit diver­sen Analysen; zu Kapitel 3).

Dr. W. Schweizer, Rochade Europa 7/2006

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Füher rümpfte man die Nase, wenn der Nachziehende auf fast jeden weißen Eröffnungszug den b-Bauern ein Feld vorrückte. Solche Spieler erachtete man als Patzer oder theoriefaule Zocker. In den 70er Jahren begannen Titelanwärter auf der briti­schen Insel, sich dieses System näher anzu­schauen. Heute fristet die Eröffnung kein Schattendasein mehr. In der gegenwärtigen Turnierszene spezialisierten sich einige Pro­fis auf das hypermoderne Fianchetto am Damenflügel. Einer davon, der aufstrebende französische GM Christian Bauer, ein häufi­ger Gast in der Bundesliga und bei Open in Deutschland, hat jetzt ein Kompendium ge­schrieben. Es wurde ein Werk mit viel Herz­blut, eine Hommage an einen Schachstil, der sich durch ständiges Suchen nach Eröffnungs- und Mittelspiel­finessen auszeichnet. Denn 1. .. .b6 ist als Universalwaffe ge­dacht, die Weiß das Zentrum überlässt und es flexibel zu untermi­nieren gedenkt. Schwarz setzt mit der Reichweite von Lb7 auf eine Strategie der weißen Felder und kann, da Weiß seine Bauern häu­fig vorrücken oder abtauschen muss, mit aktivem Figurenspiel rechnen. Natürlich gibt es bei die­sem "Witz für den klassisch erzo­genen Spieler", wie Bauer sein Steckenpferd selbstironisch bezeichnet, auch Nachteile. Beispielsweise sollte - wegen möglicher d5-Angriffe und der Versperrung von Lb7 - die Entwicklung des Springers b8 über sein "Stammfeld" c6 vermieden werden; die Be­fragung von Bauernformationen im Zentrum (mit c5 oder f5) muss unter Abwägung etwa­iger Schwächung der Königssicherheit durch­geführt werden usw. Doch schon beim ersten Blick wird deutlich: Es geht weniger um kon­krete, forcierte Varianten, sondern mehr um das Erkennen des Zusammenwirkens von dynamischen und statischen Faktoren. Es ist schlicht eine Eröffnung, die nebenbei zu ei­nem tieferen Stellungsverständnis erzieht! Auf 224 eng bedruckten Seiten und mit 82 vollständigen Partien (sowie einem übersicht­lichen, mit Diagrammen gut visualisierten Index) unterteilt der Franzose das Terrain in vier Abteilungen: Antworten gegen 1. e4, 1. d4, 1. c4 und 1. Sf3. Hauptvarianten mit zehn und mehr Zügen sucht man vergebens. Beide Seiten verfügen einfach über zu viele Möglichkeiten, verschiedene Bauern­strukturen zu schaffen, und Figuren­entwicklungen vollziehen sich in Abhängig­keit davon. Daher findet man bei Bauer durch­weg ausführliche Erläuterungen beim ersten Dutzend Züge; dies betrifft u. a. Zugum­stellungen, taktische Fallen, Bauernzüge, die den Stellungscharakter ändern, und Ähnlich­keiten zu anderen Eröffnungen. Für den Ama­teur eignet sich dieses Eröffnungsgebiet, wenn er bereit ist, neue, teilweise auch unkonventi­onelle Ideen zu testen, denn er wird meist auf einen Gegner treffen, der improvisieren muss. Wie schwierig, aber auch interessant dies selbst für Profis sein kann, zeigt eine Partie des Autors. Sie veranschaulicht zugleich sei­nen Stil, Zugoptionen vorzustellen und abzu­wägen.

Damenfianchetto A 40

F. Handke - C. Bauer

Metz 2000

1. d4 e6 2. c4 b6 3. Sc3 Lb7 4. e3 f5 4. ...Lb4 war immer noch eine interessante Alternative, aber da Weiß es dann vermei­den kann, einen Doppelbauern auf der c-Linie zu erhalten, habe ich mehr Vertrauen in 4.....f5. Nach 5. Sge2 f5 (5. ...Sf6 6. a3 Lxc3+ 7. Sxc3 würde zu ei­nem Nimzo-Inder führen, bei dem Weiß aufgrund der beiden Läufer bessere Aussichten hat) 6. a3 Ld6 (Erneut hat Schwarz bei 6. .. .Lxc3+ 7. Sxc3 wenig Kompensation für den Verlust des Läuferpaars) 7. d5 (7. b4!? ist ebenfalls gut) 7. ...Sf6 8. g3 erreichen wir den Stellungstyp, der für gewöhn­lich nach 1. d4 e6 2. c4 b6 3. a3 entsteht, so dass Schwarz mit 4. .. .Lb4 einfach ein Tem­po vergeudet zu haben scheint. Wir können deshalb bilanzieren, dass Weiß hier leicht besser steht. 5. Sge2?! Vielleicht war 5. f3, mit der Absicht der Entwicklung mit Sh3-f2 und Le2, genauer. Die Partiefortsetzung bringt Schwarz nicht sonderlich in Schwie­rigkeiten. 5. ...Sf6 6. d5 Sa6 Schwarz hält sich die Möglichkeit einer Doppelfianchetto-formation offen. 7. g3 Man kann Ähnlichkeiten dieser Stellung mit jener nach 4. a3 f5 5. d5 Sf6 6. g3 Sa6 fest­stellen. Wenn Weiß sich das Tempo mit a2-a3 aufspart, bietet die Stellung mit Springer auf e2 - anstelle von f3 - einige andere Ressour­cen für Schwarz. 7. Sd4, statt des Textzugs, könnte mit 7. ... Sc5 oder dem noch aussichts­reicheren 7. .. .Lb4 8. dxe6 dxe6 (oder .. .Se4 9. Sxf5 dxe6) 9. Sxe6 De7 beantwortet wer­den, was Schwarz für nur einen Bauern die Initiative und einen gefährlichen Entwicklungs­vorsprung bringt. 7. ...c6 8. Lg2 Auf 8. dxe6 illustriert 8. ...c5!? den Unterschied in der Stellung des Springers. Nun hat Schwarz nach der prinzipiellen Antwort 9. exd7+ Dxd7 10. Dxd7+ Kxd7 11. Tg1 Sb4 in Form der aktiveren Figuren hübsche Kompensation für den Bauern. Alternativ begünstigt 8. . ..dxe6 9. Dxd8+Txd8 10. Lg2 e5 ebenfalls Schwarz, was seinem Raumvorteil geschuldet ist. 8. ...cxd5 9. cxd5 Sb4! Und hier sehen wir, welchen Nachteil es mit sich bringt, keinen Springer auf f3 zu haben. Weiß kann nicht auf e6 nehmen und ist daher gezwungen, ver­schlungene Manöver anzustellen, um den d-Bauern nicht zu verlieren. 10. Sf4 e5 11. Sd3? Akzeptiert eine schlechtere Stellung. 11. Sh5? e4 oder ...La6 würden ebenfalls nicht helfen, aber das kämpferische 11. a3! hätte Weiß Auftrieb gegeben: 11... .exf4 (nach 11. ...Sa6?! wären sowohl 12. Sh5 und 12. Sfe2 äußerst akzeptabel für Weiß) 12. axb4 fxg3! (besser als 12... .fxe3, was den Läufer auf c1 befreit: 13. Lxe3 Lxb4 14. 0-0, und nun bietet 14. ...0-0 15. Db3 oder ...Lxc3 15. bxc3 0-0 16. Dd3 Weiß völlig ausreichende Kompensation für den Bauer) 13. hxg3 Lxb4 14. Dd4, und trotz des Bauernverlusts kann Weiß besser als in der Partie um das Überleben mitspielen. 11. ...e4 12. Sf4 Oder 12. Sxb4 Lxb4 13. Ld2 De7, und dem d5-Bauern droht der Garaus. 12. ...Ld6 12. ...g5 13. a3 war genau so gut möglich, aber ich dachte, dass die Schwächung des Königsflügels nicht notwendig ist. 13. 0-0 Vielleicht war 13. a3 Lxf4 14. axb4 Le5 ei­nen Tick besser, aber die weiße Stellung ist ohnehin ziemlich scheußlich. 13. ...La6 Statt­dessen hätte 13. ...Lxf4?! 14. exf4 Sbxd5 15. Sb5!? oder 15. Sxd5 Sxd5 16. b3 Weiß einen Funken Hoffnung gegeben. 14. Sfe2 0-0 15. b3 Dies war für Weiß wahrscheinlich der letzte Moment, um etwas mit 15. f3!? zu unternehmen, obwohl ich objektiv bezweife­le, dass dies Schwarz gestört hätte. 15. ...Sd3 16. Dd2 Tc8 17. a4 De7 18. Sb5 Lxb5 19. axb5 Tc7 20. Sf4 Lxf4 21. exf4 Tfc8 Dies sieht aus weißer Sicht bereits Furcht erregend aus, aber warten Sie erst auf die Schluss­stellung. 22. La3 Df7 23. De3 Sxd5 24. Dd4 Sc3 25. Kh1 Dxb3 26. Le7 Sxb5 27. De3 d5 28. Lh4 d4 29. De2 Tc2 30. Dd1 Db2 31.Db1 Txf2 0:1

Bauer gelingt es nicht nur, Abspiele fakten­reich zu resümieren, sondern auch einen Einblick in die Denkstruktur eines Groß­meisters bei der Konzeption seiner Spielan­lage zu vermitteln.

Harald Fietz, Schach Magazin 64 10/2006

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Es ist mittlerweile schon über sechs Jahre her, dass der englische Großmeister Daniel King bei Everyman Chess ein schönes Buch über eine Eröffnung herausbrachte, die lei­der nur selten mit Veröffentlichungen bedacht wird: die sogenannte Engli­sche Verteidigung 1.c4 b6.

Interessant war dabei unter ande­rem, dass King gegen 1.d4 die Zug­folge 1...e6 2.c4 b6 empfahl, um nicht nach 1...b6 2.e4 in der von ihm offenbar nicht für vollwertig gehalte­nen Owen-Verteidigung zu landen.

Seit diesem Buch ist unseres Wis­sens wenig bis nichts zu diesem The­ma erschienen, um so erfreulicher ist es, dass nun ebenfalls bei Everyman Chess ein neues Buch hierzu publi­ziert wurde.

Der junge französische GM Christi­an Bauer feiert mit "play 1...b6" seine Premiere bei Everyman, und seine Arbeit erweist sich in jeder Hinsicht als sehr überzeugend. Zunächst ein­mal ist Bauer ein ausgezeichneter Kenner dieses Eröffnungsbereiches, wie schon allein die zahlreichen Par­tiebeispiele aus seiner Praxis zeigen, die ihren Weg in dieses Buch fanden.

Ziel des Autors war es, dem Leser ein "dynamisches und hypermodernes Eröffnungssystem für Schwarz" zu präsentieren, im Gegensatz zu Kings Buch erwartet uns hier also ein kom­plettes Schwarz-Repertoire.

Damit wollen wir nun ein wenig genauer auf Bauers Arbeit eingehen. Bereits im ersten Teil des Buches stellt Bauer das Repertoire gegen 1 .e4 vor und beweist, dass 1...b6 auch in diesem Falle eine aussichtsreiche Möglichkeit ist.

Beispiele zu den möglichen Haupt­varianten: 1.e4 b6 2.d4 Lb7 3.Ld3 e6 4.Sf3 c5 5.c3 Sf6 und Blatnys 3...Sf6 4.De2 Sc6 5.c3 e5 sowie 3.Sc3 e6 4.Sf3 Lb4 5.Ld3 Sf6 6.De2 d5.

Im zweiten Teil zeigt Bauer das Repertoire gegen 1.d4. Hier wird der systemgemäße Druck auf das Feld e4 meist durch die Züge f5, Sf6 oder auch Dh4 erzeugt.

Die beiden letzten Teile behandeln dann noch die restlichen Möglichkeiten 1.c4 und 1.Sf3, gegen letzteres zeigt Bauer übrigens u.a. die Variante 1...b6 2.g3 Lb7 3.Lg2 g6 4.0-0 Lg7.

In jedem Teil wird das Material anhand 82 lehrreicher Musterpartien erläutert, die bereits viele wichtige Themen und Hauptvarianten vermit­teln. In der sehr ausführlichen Kom­mentierung stellt der Autor natürlich auch alle weniger wichtigen Abspiele und Varianten vor, und das mit einer beeindruckenden Vielfalt und Tiefe.

Außerdem sind auch die zahlrei­chen Alternativen zu erwähnen, mit denen Bauer sein Repertoire ausge­stattet hat, so dass man dieses System sehr flexibel nutzen kann.

Fazit: Wer sich für das Fianchetto mit 1...b6 interessiert kommt sicher auf absehbare Zeit nicht an diesem Buch vorbei, und auch für Besitzer des eingangs erwähnten Buches von Daniel King ist "play 1 ...b6" aufgrund des wesentlich umfangreicheren und hochaktuellen Materials unbedingt zu empfehlen. Grundlegende Englisch­kenntnisse sollten zumindestens vor­handen sein.

Schach-Markt 2/2006