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LXHOLVDSZZ
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Von der Stellung zum Zug

Lehrbuch für fortgeschrittene Spieler

310 Seiten, kartoniert, Beyer, 1. Auflage 2023

34,80 €
Inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten
Das neue Grundlagenwerk für fortgeschrittene Spieler, die sich die Methode eines Großmeisters zu eigen machen möchten. Auf seinem Weg wird der Leser nicht geschont, aber immer wohlwollend begleitet.
Aus dem Vorwort von Loek van Wely:
„Gute Schachgrundlagen sind die Basis eines gesunden und langen Schachlebens."
Aus dem Inhalt:
- „Synthetisches" Herangehen an eine Stellung im Unterschied zum „analytischen"
- Die verschiedenen Gangarten „energisches" und „umsichtiges" Spiel
- Was kann ich mit einem Zug alles anstellen? die Rangfolge der Zug-Wirkungen
- Der „Plan der Stellung" Lageplan und Spielplan die Bedeutung der Initiative
- Objektive, intersubjektive und subjektive Stellungsbewertung
- Der Masterplan zum Partiegewinn
- Beachten und Einschränken der gegnerischen Möglichkeiten, präventives Spiel
- Variantenberechnung und Kandidatenzugfindung, „Befragen" der Stellung
- Tipps zur Schachpsychologie, zur Zeiteinteilung und zum erfolgreichen Training
- Das richtige Vorgehen bei der Arbeit an den Eröffnungen

Weitere Informationen
EAN 9783959201919
Gewicht 670 g
Hersteller Beyer
Breite 17 cm
Höhe 24 cm
Medium Buch
Erscheinungsjahr 2023
Autor Frank Holzke
Sprache Deutsch
Auflage 1
ISBN-13 978-3-95920-191-9
Seiten 310
Einband kartoniert
007 Vorwort
008 Einleitung
011 Erster Teil: Richtig spielen
012 Kapitel 1 - Spiele gute Züge
015 Kapitel 2 - Nutze den Zug
053 Kapitel 3 - Folge dem Plan
098 Kapitel 4 - Beachte den Gegner
135 Kapitel 5 - Berechne die Varianten
176 Kapitel 6 - Finde die Kandidaten
212 Kapitel 7 - Befrage die Stellung
238 Anhang 1: Schachpsychologie
245 Anhang 2: Zeiteinteilung
251 Zweiter Teil: Richtig trainieren
252 Kapitel 8 - Steigere dein Können
255 Kapitel 9 - Verwende den Rechner
266 Kapitel 10 - Lerne Eröffnungen richtig
303 Anmerkungen
Was ist die „synthetische Methode“, um von der Stellung zum Zug zu kommen? Was ist anders als beim „analytischen“ Vorgehen, wenn der Spieler sich ihrer bedient? Großmeister Frank Holzke stellt in seinem Buch „Von der Stellung zum Zug“, Untertitel „Lehrbuch für fortgeschrittene Spieler nach der „synthetischen“ Methode“, die Zugfindung nach der ‚synthetischen‘ Methode“ vor. Das Werk ist 2023 im Joachim Beyer Verlag erschienen.

Zunächst einmal geht es thematisch darum, einen guten Zug zu machen, immer und immer wieder in jeder sich neu ergebenden Stellung. Das ist nun noch nicht etwas bahnbrechend Neues. Und wenn dieses Vorhaben gelingt, wird man Erfolg haben. Oder wie Holzke einen nicht namentlich genannten Großmeister zitiert: „Immer wenn ich dran bin, mache ich einen fürchterlich starken Zug, und das 40 Mal hintereinander. Das halten die wenigsten aus!“ Für mich, und dies trotz einer jahrzehntelangen Erfahrung, ist die von Frank Holzke intensiv und quasi Schritt für Schritt dargestellte „synthetische“ Methode der Zugfindung Neuland, und vermutlich wird dies auch auf viele andere erfahrene Schachfreunde zutreffen.

Wie lassen sich gute Züge klassifizieren? Sie sind daran erkennbar, dass sie allein oder mit Folgezügen
- zum Matt führen,
- einen Materialvorteil einbringen,
- eine günstige Transformation erlauben,
- zu einer günstigen Veränderung der Bauernstellung führen oder
- ohne Transformation eine Verbesserung der Figuren- oder Bauernstellung herbeiführen.
Matt und Materialgewinn können taktisch oder „technisch“ realisiert werden. Transformationen können taktisch oder positionell erreicht werden, z.B. mittels einer „petite combinaison“, Abtausch, Opfer, Bauernhebel etc. Die Verbesserung der Figuren- oder Bauernstellung ist positionell oder technisch möglich.

Wie lassen sich gute Züge finden? Mit Schachverständnis und Knowhow. Und dies bringt der fortgeschrittene Spieler mit und der fortgeschrittene Spieler in spe erarbeitet es sich noch.

Wenn der Spieler sein Zugrecht optimal ausnutzt, also einen Zug mit hohem Wirkungserfolg spielt, lässt sich dies mit einem gedanklichen Wert von 1 rechnerisch beschreiben. Zugrecht und mit dem Zug erreichter Erfolg stimmen optimal überein. Es gibt aber auch eine gegenteilige Situation, in der dem Spieler nur ein gedanklicher Wert von -1 eröffnet ist. In diesem Fall ist das Zugrecht nachteilig, weil der nächste Zug die Partie verlieren lässt. Dies ist beispielsweise in einer Zugzwangstellung der Fall, wenn der Spieler beispielsweise in einem Bauernendspiel die Opposition der Könige aufgeben und dem Gegner die Bauernumwandlung einräumen muss. Zwischen diesen beiden Werten ergibt sich eine Spannbreite, die als Hilfsmittel zur Bewertung zur Verfügung steht.

Holzke hat seine Arbeit in zwei Teile gegliedert. Der erste Teil, „Richtig spielen“, enthält sieben Kapitel und zwei Anhänge. Da diese einen Rückschluss auch auf die Systematik des Buches wie die „synthetische Methode“ erlauben, bilde ich sie nachstehend ab.
Kapitel 1: Spiele gute Züge
Kapitel 2: Nutze den Zug
Kapitel 3: Folge dem Plan
Kapitel 4: Beachte den Gegner
Kapitel 5: Berechne die Varianten
Kapitel 6: Finde die Kandidaten
Kapitel 7: Befrage die Stellung
Anhang 1: Schachpsychologie
Anhang 2: Zeiteinteilung
Der zweite Teil widmet sich dem Thema „Richtig trainieren“. Er enthält drei Kapitel mit den Schwerpunkten Computereinsatz und qualifiziertes Erlernen von Eröffnungen.

Die von Holzke intensiv beschriebene synthetische Methode eröffnet die Chance auf eine hochinteressante Erweiterung des Schachverständnisses. Damit der Leser „Von der Stellung zum Zug“ richtig für sich nutzen kann, braucht er bereits ein fundiertes Schachwissen. Entsprechend richtet sich das Werk an den „fortgeschrittenen“ Spieler. Dies kann nach meiner Einschätzung sowohl der Elo-starke Spieler wie auch der mäßig starke sein, der aufgrund seiner Erfahrung dem Stoff folgen kann, auch wenn er bisher seine Wissens-PS noch nicht so richtig auf die Kette bringen konnte.

Frank Holzke ist im beruflichen Leben Jurist. Dies merkt man seiner Sprache an. Im Buch formuliert er logisch direkt, präzise und ohne milde Umschreibungen. Mir gefällt dieser ehrliche Stil, auch wenn er manchmal entlarvend direkt ist. Wenn man als Leser beispielsweise vor Augen geführt bekommt, dass eine viel gehörte Begründung für eine bestimmte Zugwahl seitens eines schwächeren Spielers meist nur eine Ausrede ist und eine gewisse Faulheit kaschieren soll, kann dies innerlich empören, sollte es aber nicht. Frank Holzke ist von der Logik des Juristen konditioniert und spricht die Dinge genau so an und aus.

Fazit: „Von der Stellung zum Zug“ ist eine echte Bereicherung. Das Werk stellt die „synthetische“ Methode zur Zugauswahl vor, beschreibt sie und führt den Leser intensiv in sie ein. Der Leser braucht Spielstärke und/oder Erfahrung, um umfassend von ihm profitieren zu können.

Uwe Bekemann
Oktober 2023